DOPPELPUNKT April2024
April 2024 Lesezeichen Seite 23 THALGAU: Christoph Iglhauser stellte das 17. Chronikwerk seines Onkels Bernhard fertig Buch über „Veste Wartenfels“ als Abschluss des Lebenswerks N ach 36 Jahren und 17 Chronikwerken ist das Lebenswerk von Bernhard Iglhauser aus Thalgau vollen- det. Das Buch „Veste Warten- fels – Legende und Wahrheit“ wurde von Bernhards Neffen Christoph Iglhauser fertigge- stellt und jetzt präsentiert. DDr. Bernhard Iglhauser verstarb vor knapp zwei Jah- ren und hat es nicht mehr geschafft, das Buch über die „Veste Wartenfels“ fertig zu stellen. Das hat jetzt sein Nef- fe Christoph getan. „Der Weg in den vergangenen Monaten war oft steinig, aber stets von großer Neugierde und dem Willen getrieben, Antworten auf unbeantwortete Fragen zu finden“, erklärt Autor Chris- toph Iglhauser. Jeder kennt sie, viele haben sie bereits besucht und sie ziert seit vielen Jahrhunder- ten die Thalgauer Landschaft. Die Rede ist von der Ruine Wartenfels. Gemeinsam mit dem Schober ist sie zu einem wahrhaftigen Touristenmag- neten geworden und hat sich als wichtiger Kraftplatz eta- bliert. Auf den ersten Blick mag ihr Anblick für so man- chen Besucher nichts beson- deres sein. Das alte Mauer- werk auf einem kleinen Fels- vorsprung lässt nur im Stillen erahnen, welche Bedeutung die einst mächtige Wehrburg über viele Jahrhunderte für Mensch und Region gehabt hat. Eine der prägendsten Fi- guren der Geschichte war Konrad von Wartenfels. Der edle Ritter stand nicht nur im hohen Dienst der Salzbur- ger Erzbischöfe. Er erfüllte unter Rudolf I. von Habsburg auch eine wichtige Rolle im späten 13. Jahrhundert. Sein imposanter Lebensweg und sein fortwährendes Schaffen konnten nun genau nachge- zeichnet und mit zahlreichen Originaldokumenten ein für alle Mal wissenschaftlich be- legt werden. Das 17. Thal- gauer Chronikwerk beinhaltet neben einigen historischen Schmankerl auch viele Über- raschungen. Neben dem his- torischen Teil kommen auch die im Jahr 1984 abgeschlos- senen umfangreichen Reno- vierungsarbeiten sowie das Hier und Jetzt nicht zu kurz. Eine ausführliche Reportage finden Sie auf www.flach- gau.tv/Reise & Freizeit Erhaben thront die Ruine Wartenfels hoch über Thalgau. Im Hintergrund der Fuschlsee. Bild: T. Niedermüller Christoph Iglhauser als stol- zer Autor. Bild: E. Schimak 30 Schattenorte ins Licht gerückt V on den Spuren der Tempelrittern in der Stadt Salzburg bis zur Bücher- verbrennung durch die Nazis in Thalgau. Vom „Hexenloch“ der Freimaurer bis zum Jahrhundertwasser in Oberndorf. Dazwi- schen das „Jahr ohne Sommer“, versteck- te NS-Mütterheime am Wolfgangsee oder Gruselgeschichten rund um das Schloss Moosham. Insgesamt 30 „Schattenor- te“ verraten Anna Boschner und Simona Pinwinkler dem Leser in ihrem Buch. Ei- nige dieser Geschichten sind hinlänglich bekannt und dienen höchstens dazu, das eigene Geschichtswissen ein bisserl auf- zufrischen. Andere Erzählungen offen- baren doch Neues und verschaffen dem Leser so manch vergnügliche Lesestun- de. Die Geschichten sind kurz, bündig und werden recht gefällig erzählt. Trotzdem er- scheinen einige Beiträge recht oberfläch- lich und aufgebauscht. Wer sich aber gerne auf die Spuren von mysteriöse Kriminal- fälle setzt oder verlorene Plätze aufsuchen möchte, der wird an diesem Buch Gefallen finden. Vor allem auch deshalb, weil auf ei- ner Landkarte alle 30 Schattenorte einge- zeichnet sind. Einer abenteuerlichen Tour durchs Land steht somit nichts im Wege. Rupert Lenzenweger Schattenorte. Anna Boschner und Simona Pinwink- ler, 141 Seiten, dazu ein ausführliches Literaturver- zeichnis und eine Übersichtskarte mit den 30 Schat- tenorten. Verlag Anton Pustet ISBN 978-3-7025- 1112-8, € 25,-.
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