DOPPELPUNKT April 2026

Meinungen April 2026 Alle Ausgaben der Zeitungen DOPPELPUNKT und VOLLMOND auch als E-Paper www.verlag-doppelpunkt.at … dass in vielen Gemein- den in den nächsten Tagen wieder die Aktion „Hui statt pfui“ stattfinden wird. Dabei säubern Freiwillige und Mitglieder verschiede- ner Vereine die Ortsgebiete von Dreck und Unrat. „So sehr ich diese Aktion auf der einen Seite begrüße, so sehr ärgere ich mich auf der anderen Seite darüber, dass sie überhaupt notwendig ist. Eigentlich müsste es näm- lich selbstverständlich sein, dass jeder seinen eigenen Dreck wegräumt und sich nicht darauf verlässt, dass das schon irgendjemand anderer für ihn machen wird“, lässt uns ein Leser aus Munderfing wissen, der selbst in den nächsten Tagen mit Handschuhen und Müll- sack unterwegs sein wird. … dass im Naturschutz- gebiet „Bayerhamer Spitz“ die ÖBB offenbar zur Frei- haltung der Strecke eine radikale Entwaldung durch- geführt haben. „In dem hochsensiblen Gebiet mit der 500 Meter-Zone am Wallersee wurde so gewü- tet, dass Holzspitzen den Geh- und Radweg ,zieren , . Man stelle sich nur vor, dass etwa ein Radfahrer zu Sturz kommt, auf einen der Za- cken fällt und dabei mehr oder weniger aufgespießt wird. Weil spitze Gegen- stände am Wegesrand eine große Gefahr darstellen, ist auch die Anbringung von solchen bei Einfriedungen am Wegesrand nach der STVO gesetzlich verboten“, ärgert sich Helmut Naderer aus Seekirchen. Was gefällt Ihnen (nicht)? Tel.: 06216/7560 redaktion@doppelpunkt.co.at IMPRESSUM: Medieninhaber, Verleger und Herausgeber: Nicole Lenzenweger MA rer. nat. Verlagsanschrift: Breinbergstraße 14, 5202 Neumarkt am Wallersee. Telefon: 06216/7560 oder 7140, E-mail: redaktion@doppelpunkt.co.at Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH, Horn. - Für mit „+“ oder „PR“ gekennzeichnete Texte wurden Druckkostenbeiträge eingehoben. Es handelt sich demnach laut Medien- gesetz um „bezahlte Einschaltungen”. Für unverlangt eingesandte Fotos und Manuskripte kann keine Haftung übernommen werden. - Alle Daten zu unseren Medien finden Sie auch im Internet unter www.verlag-doppelpunkt.at Seite 2 K önnen Sie sich noch erinnern? Es ist rund drei Monate her, da hat sich die Bundesregierung versammelt, um das von Neos-Staatssekretär Sepp Schellhorn präsentierte Entbürokratisierungspaket zu bejubeln. 113 Maß- nahmen hat Schellhorn zusammengestellt, die dem Staat große Einsparungen und den Bürgern weniger Bürokratie bringen sollen. Besonders hohe Wellen hat dabei die „Verlängerung der Begutachtungsintervalle bei Personenkraftwagen“ geschlagen. Was amts- deutschmäßig kompliziert klingt, sollte in der Praxis nichts anderes heißen, als dass halbwegs neue Pkw nach vier Jahren nur mehr alle zwei Jahre zur „Pickerl“-Überprüfung vorgeführt werden müssen. Angekündigt wurde dieser Schritt für Anfang 2026. S either ist nichts ge- schehen. Wer bei den Autofahrerclubs oder Werk- stätten nachfragt, wird erfahren, dass man auch dort nix weiß. Es gelten nach wie vor die bisherigen Begutachtungsintervalle. Wahrscheinlich deshalb, weil Sepp Schellhorns Reformvorschläge dort gelandet sind, wo die Bun- desregierungen seit Jahren auch alle Volksbegehren entsorgen: in irgendeiner Lade ohne Boden. Eigentlich müssten Sepp Grausbirnen aufsteigen „Hier haben die ÖBB nicht die Bahnstrecke freigehalten, sondern gewütet“, ärgert sich Helmut Naderer. Bild: privat

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