DOPPELPUNKT August 2020
Seite 25 Bilderbogen L ust auf eine Reise rund um die Welt? Oder vielleicht noch ein bisserl wei- ter bis hinaus in ferne Galaxien? Sie glauben, dass ist in Coronazeiten nicht möglich? Weit gefehlt. Mit einem Besuch im Atelier des Malers Reinold Pixner werden die Tore hinaus in die Welt grenzenlos ausgerissen. Reinold Pixner aus Straßwal- chen malt in erster Linie Land- schaften. Er läßt sich dabei von der Natur inspirieren. Das kann das Wenger Moor genauso sein, wie ein Vulkan auf Island oder eine heiße staubige Insel irgendwo am Ende der Welt. Ob Pixner die Gegenden per- sönlich besucht hat, oder nur von Bilder oder Filmen kennt, spielt für ihn keine Rolle. „Wenn mich etwas anspricht, dann entsteht in meinem Kopf automatisch ein Bild“, plaudert Pixner aus der Praxis. Meist macht er sich dann Skizzen auf irgendeinem Schmierzet- tel. Oder er setzt sich gleich an die Leinwand, um seine Ideen farbenfroh für alle Betrachter sichtbar zu machen. Mehr als 100 Bilder sind in- zwischen entstanden. Darunter auch etliche Auftragswerke für Freunde und Bekannte. Auch in Büros und Arztpraxen hän- gen einige Bilder des Straßwal- chner Hobbymalers. Darunter abstrakte Motive, hergestellt in „Strukturtechnik“, wie es Pix- ner nennt. Dabei lässt er seine Fantasie spielen und ist stän- dig auf der Suche nach neuen Materialien. So hat er bereits geriebenen Kaffee, Leim und Sand aber auch Katzenstreu verarbeitet. Entstanden sind dabei farbenfrohe Gemälde in allen Größen. Vor zwanzig Jahren hat Pix- ner zum ersten Mal den Pinsel geschwungen. Nicht mit dem Anspruch Kunst zu schaffen, sondern einfach, weil er für eine leere Wand in seiner Wohnung ein Dekorationsobjekt brauch- te. Dieses gelbe Viereck gibt es noch heute und es hängt an einer Wand in seinemAtelier, in dem er seit zehn Jahren die Ma- lerei intensiv betreibt, umgeben von mehreren Katzen. „Ich mag Katzen und habe damit etwas mit dem Karikaturisten Man- fred Deix gemeinsam, der auch immer von Stubentigern umge- ben war“, lacht Reinold Pixner, der allerdings im Gegensatz zu Manfred Deix keine Portraits malt. „Das kann ich nicht. Für die Portraitmalerei brauchst ein eigenes Talent, das ich aber nicht habe“, sagt Pixner und bleibt damit auch weiterhin sei- nen Landschaftsgemälden und Strukturbildern treu. Reinold Pixner ist 62 Jahre alt, pensionierter Hauptschullehrer und lebt seit zehn Jahren mit Lebensgefährtin Gabi und meh- reren Katzen in seinem Haus in Straßwalchen. Neben der Ma- lerei steht er auch als Hobbykoch in der Küche, spielt Gitarre oder wandert gerne. Zur PERSON Eigentlich hätte Reinold Pixner im heurigen Frühjahr eine Ausstellung in Straßwalchen geplant. Aber Corona hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bilder (2): Rule Die ganze Welt in bunten Farben Landschaften sind das Lieblingsmotiv des Hobbymalers.
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