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WEIHNACHTEN im Flachgau Pepita und die Blume einmexikanischesWeihnachtsmärchen Vor langer Zeit lebte in Mexiko ein kleines Mäd- chen namens Pepita. Am heiligen Abend war es in dem Dorf Brauch, ein klei- nes Geschenk an die Krippe in der Kirche zu bringen. Das Mädchen aber war so arm, dass es kein Geschenk kaufen konnte. Traurig blieb Pepita vor der Kirchentür stehen. Plötzlich hörte sie eine leise Stimme, die sie aufforderte, das Un- kraut neben einer steinernen Engelsfigur zu pflücken und in die Kirche zu bringen. „Das Christkind wird dich und die Pflanzen segnen.“ Erstaunt pflückte das Mädchen die grünen Pflänzchen und legte sie verschämt an der Krippe in der Kirche ab. Plötzlich fin- gen die Blätter an, sich leuch- Kein Weihnachten ohne Weihnachtsstern Etwas, das für uns un- mittelbar mit Weihnachten verknüpft ist, ist der Weih- nachtsstern. Aber kennen Sie auch die Geschichte des Weihnachtssterns? Das rote Blühwunder stammt ursprünglich aus dem war- men Mexiko, wo sie von den Menschen „Flor de No- chebuena“ - die Blume der heiligen Nacht, genannt wird. Diesen Namen verdankt sie dem strahlenden Rot, das jährlich rund um die Weih- nachtszeit den Strauch ziert. Bei genauerer Betrachtung merkt man, dass die leuch- tend rote Farbe aber nicht von Blüten, sondern von Hoch- blättern stammt. Der Weihnachtsstern hat dank dieser Färbung einen Siegeszug quer durch Europa und die USA angetreten und ist eine der meistverkauften Zimmerpflanzen im Winter. Ein Wehrmutstropfen bei dem schönen Grün ist al- lerdings, dass er ziemlich empfindlich auf Kälte und Zugluft reagiert. Auch übermäßiges Gießen ver- zeiht die Pflanze nicht. Wenn diese Faktoren be- rücksichtigt werden, kann der Weihnachtsstern meh- rere Jahre die Weihnachts- zeit verschönern. tend rot zu verfärben. Die Dorfbewohner und Pepita glaubten an ein Wunder. Seiter werden die Blumen „Flores de Noche Buena“, Blumen der heiligen Nacht, genannt – bei uns als Weih- nachtsstern bekannt. Bild: AdobeStock
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