DOPPELPUNKT Februar 2022

Zeitreise Seite ?? Februar 2022 ten allesamt recht kumpel- hafte Typen sind mit Hand- schlagqualität. Einmal etwas ausgemacht, dann passt das. Schriftliche Verträge sind da nur Formsache. Ich hatte in all den Jahren nur drei oder vier Absagen. Und die auch nur gesundheitsbedingt. So wie im vergangenen Jahr die Hol- lerstauden. Die wurden weni- ge Tage vor ihrem Auftritt in Obertrum positiv auf Corona getestet. Dieses Konzert wird jetzt aber am 25. Juli nachge- holt. Wie schwer ist es, so ein Jahresprogramm auf die Beine zu stellen und wann beginnen Sie damit? Grabner: Ich habe nach 30 JahrenmehrereVorteile: Mich kennen alle, die allermeisten Kabarettisten spielen gerne in Obertrum und sie kennen das Bierkabarett genau. Ich brau- che deshalb nicht viel erklä- ren und auch Verhandlungen über die Gagen gibt es kaum. Also geht es in erster Linie darum, einen Termin zu fin- den. Die Vorlaufzeit ist jetzt gar nicht so lange. Meist fan- ge ich Mitte des Jahres an, mir über die nächste Saison Ge- danken zu machen. Apropos Gage. Ist das Bier- kabarett ein Geschäft? Grabner: Nein. Das Bierka- barett läuft so, wie alle Kul- tureinrichtungen. Wir schau- en, dass wir über die Runden kommen. Aber ohne Sponso- ren wäre auch das nicht mög- lich. Und auf meine Sponso- ren kann ich mich wirklich verlassen. Zum Teil sind sie sogar von Anfang an mit da- bei. Das ist schon ein star- kes Rückgrat, weil natürlich gibt es immer wieder Veran- staltungen, die hinter den Er- wartungen bleiben und weni- ger Publikum anziehen als er- hofft. Viele Kabarettisten sind längst so etwas wie Stamm- gäste und kommen immer wieder. Roland Düringer, zum Beispiel, aber auch das Kult- kabarett Blaikner, Messner und Baumann. Auch Django Asül ist regelmäßig bei uns zu Gast oder Joesi Prokopetz. Zu dem habe ich fast schon so etwas wie eine freundschaftli- che Beziehung, weil der auch privat ein ganz netter Kerl ist. Wenn wir jetzt in die Zu- kunft schauen: Wird es in 30 Jahren das Bierkabarett noch geben? Grabner: Was für eine Fra- ge? Die kann ich beim bes- ten Willen nicht beantwor- ten. Nur so viel: Ich möchte das Bierkabarett schon noch einige Zeit führen. Vielleicht findet sich jemand, der die Nachfolge antritt. Ich würde ihm natürlich beim Übergang helfen, er bräuchte aber kei- ne Angst zu haben, dass ich ewig „mitgschafteln“ würde. Weil wenn ich einmal etwas abschließe, dann ist es auch wirklich vorbei. Aber wie ge- sagt, daran denke ich momen- tan beim Bierkabarett noch nicht und hoffe jetzt vor al- lem, dass wir heuer wieder ei- ne halbwegs normale Saison spielen können. Interview:RupertLenzenweger Willkommen im Bierkabarett in Obertrum. Seit 30 Jahren begrüßt Raoul Grabner vor jeder Vor- stellung das Publikum persönlich. Bilder (2): Rule 25. Juli Die Hollerstauden „Konzert“ 29. August Ingo Appelt „Der Staats-Trainer“ 29. September Hons Petutschnig „Ich will ein Rind von Dir“ 24. Oktober Joesi Prokopetz „Vienna Waits For You“ 17. November Django Asül „Offenes Visier“ im Obertrumer Bierkabarett DOPPELPUNKT verlost für jeden Ka- barettabend im Obertrumer Bierkabarett jeweils 2 x 2 Karten. Wer mitspielen möchte: www. flachgau24.at/Gewinnspiele n Alle Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr.

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