DOPPELPUNKT Februar 2022
Seite 17 Aktuelle Rundschau Februar 2022 Gesucht: Fotos für ein Buch über den Schober D ie allerwenigsten von uns wissen wahrscheinlich schon, was sie am 19. Novem- ber 2022 tun werden. Ganz anders Bernhard Iglhauser aus Thalgau. Der weiß schon ganz genau, was an dem Tag in knapp einem Jahr los sein wird: Da präsentiert er sein Buch über den Schober. Vor- her bittet er aber noch die DOPPELPUNKT-Le- ser um ihre Mithilfe. Ob ehrfurchtsvoll als „Kö- nig der Voralpen“ benannt, euphorisch mit dem Attribut „Tempel der Götter“ ver- sehen, oder melancholisch zum „Stiefkind der Salzkam- mergutberge“ gemacht - der Schober zieht jeden in seinen Bann. Zu den Thalgauer Jubi- läumsanlässen „125 Jahre Fremdenverkehr“ und „50 Jahre Alpenverein“ wird vom Lokalhistoriker DDr. Bern- hard Iglhauser das Buch „My- thos Schober“ präsentiert. Bei der Recherche dazu gilt es allerdings noch ein paar Fragen zu klären: Erfolgte die Erstbesteigung des Schobers bereits 1833? Warum rief der Fabrikant Nikolaus Gaertner bei der Kreuzaufstellung am 26. August 1894 Kaiser Franz Josef eine Grußbotschaft zu, der sich zur gleichen Zeit am Schafberg befand? Befindet sich das alte Dachsteinkreuz heute auf der Schoberspitze? Wer waren die jungen Bur- Das „14er-Komitee“ zur Hebung des Fremdenverkehrs mit dem Lehrer und Komponisten Benve- nuto Mazzucco (vorne) bei einer Schoberwanderung im Jahr 1906. Bild: Archiv Bernhard Iglhauser schen und Männer vor knapp 70 Jahren, die Holzbalken, Eisenteile, Schotter- und Ze- mentsäcke sowie Wasser auf den Gipfel schleppten, um die Träume einer Unterstandshüt- te und Kreuzerrichtung ver- wirklichen zu können? Und jetzt kommen die DOPPELPUNKT-Leser ins Spiel. Vor allem jene, die al- te eigene Aufnahmen vom Schober, Schoberkreuz- oder Schoberhütte haben. Dabei ist es ganz egal, ob es sich um historische Aufnahmen (An- sichtskarten), handelt, oder ob die Bilder erst in diesen Tagen entstanden sind. Die Fotos in hoher Qualität an of- fice.thalgau@sektion.alpen- verein.at unter dem Betreff „Schoberbuch“ einreichen. Es sollten keine Personen ab- gebildet sein. Die Auswahl wird von einer Jury getroffen. Einsendeschluss ist 1. Juli 2022. Präsentieren am 19. Novem- ber 2022 „Mythos Schober“: Bürgermeister Johann Gru- binger, Autor DDr. Bernhard Iglhauser und Tourismusver- band-Obmann Kurt Schoos- leitner. Bild Franz Neumayr
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