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März 2020 NETZWERKSTATT INNVIERTEL Der Maulwurf Der Maulwurf wurde zum Tier des Jahres ernannt. Das Wort Maulwurf kommt vom althochdeutschen Begriff „Molte“, was so viel wie „Erde“ bedeutet. Maulwurf kann alsomit Erd- werfer übersetztwerden. Vorkommen: ErbewohntvorallemLaub-undMischwäldersowieKulturge- genden. Bevorzugt werden Gebiete mit fruchtbaren, bewach- senen Böden mit einer hohen Anzahl von Regenwürmern. In denAlpen bis 2.400Metern Höhe. Felsen, sandige Böden und Sümpfewerdengemieden. Nahrung: Nur tierische Nahrung, vor allemRegenwürmer, Insekten und ihre Larven. Vor den Wintermonaten lagern sie Regenwür- mer in ihren Nestern an, dabei beißen sie ihnen die vorderen Körpersegemente ab, damit sie nicht fliehen können, aber am Lebenbleiben.DurchseinehoheStoffwechselratemuss er viel Nahrung fressen. Längere Nahrungspausen (über 12 bis 24 Stunden) überlebt er nicht. Die tägliche Nahrungsmenge be- trägt das halbe bis ganze eigeneGewicht. Pro Jahr verzehrt ein 100 Gramm schwerer Maulwurf somit 20 bis 30 Kilogramm Würmer und Insekten. Lebensweise: Sie leben imselbst gegrabenen, unterirdischenGangsystem, dieses befindet sich knapp unter der Erd- oberfläche bis circa einemMeter tief (imWinter auch tiefer). DasAushubmaterial wird an dieOberflä- chegeschobenundder charakteristischeMaulwurfshügel entsteht.DerMaulwurf schafft bis zu sieben MeterTunnel ineiner Stunde zubauenunddurchläuft dieGängebis zuvierKilometer proStunde. Das Höchstalter beträgt drei bis maximal fünf Jahre. Die meisten werden nur zwei Jahre alt. Feinde sindnebendemMenschenauchHochwasser, dauerhafterBodenfrost, Rivalender eigenen Art, Eulen, Mäusebussarde, Rabenvögel,Weißstörche, Füchse,Marderarten,manchmalHundeundKatze. Besonderheit: DieAugen sind klein und im Fell verborgen und dienen wahrscheinlich nur der Unterscheidung von hell und dunkel.An der äußerst beweglichen Schnauze befinden sichTastsinneszellen, die vermutlich nebenTastreizenauchelektrischeReize ihrer potentiellenBeutetierewahrnehmen. Bild: Werner Gamerith Bild: Albert Moser NATUR im Flachgau
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