DOPPELPUNKT Juli 2022

Juli 2022 Seite 23 Peter Krackowizer hat ein Buch über seinen Vater geschrie- ben. Bild: Krackowizer Wenn es in der Salzburger Oldtimer-Szene so etwas wie einen „Motorrad-Papst“ gibt, dann hat sich Helmut Krackowizer diesen Titel verdient. „Kracko“ war Rennfahrer und Journalist, Pressesprecher und Motor- radsammler, er war Organi- sator vieler Veranstaltungen und er konnte den Bleistift führen, wie kaum ein ande- rer. So entstanden Dutzende originalgetreue Zeichnungen von Motorrädern, die in der Fachwelt ziemlich einzigartig dastehen. Heuer wäre Helmut Kracko- wizer 100 Jahre alt gewor- den. Aus diesem Anlass hat sein Sohn Peter den Nachlass gesichtet, das reiche Archiv durchforstet, in penibler Kleinarbeit viele Anekdoten aufgeschrieben und jetzt aus diesem reichen Schatz der Erinnerungen ein Buch ge- macht. Darin zu blättern ist für jeden Liebhaber alter Fahrzeuge eine wahre Freude und lässt längst vergangene Zeiten wieder lebendig wer- den. Krackowizers Rennfahrer- Laufbahn begann 1939 bei der Salzkammergut-Wer- tungsfahrt und fortan ließ ihn der Vollgas-Bazillus nicht mehr los. Noch während des Zweiten Weltkrieges erfüllte er sich mit einer Rudge 250 den Traum von einer rein- rassigen Rennmaschine und sorgte damit auch für den Spitznamen, der ihn ein Le- ben lang begleiten sollte: „Mister Rudge“. 1947 war das erfolgreichste Jahr für den jungen „Kracko“ und mit mehreren Rennsiegen und Klassenrekorden wurde er zum besten Motorradrennfah- rer Österreichs. Ab 1955 entwickelte Kracko- wizer seine Leidenschaft für ältere Motorräder und wurde zum Organisator von Oldti- merveranstaltungen. So gilt er auch als „Gründungsva- ter“ des Oldtimer Grand Prix auf dem Salzburgring, um dessen Erhaltung er sich stets vehement eingesetzt hatte. Alle Lebensstation des „Old- „Mister Rudge” wäre jetzt 100 Jahre alt Helmut Krackowizer auf seiner Rudge 1948 beim Rennen in Rankweil. Bilder (2): Arthur Fenzlau timerprofessors“ aufzuzählen, würde jeden Zeitungsartikel sprengen. Und so sei Interes- sierten das Buch von Helmut Krackowizer ans Herz gelegt. Das gibt es nicht nur in ge- druckter Form, sondern auch als PDF zum Herunterladen unter www.flachgau.tv im Be- reich Reisen & Freizeit. Helmut Krackowizer als Be- richterstatter. D er Alltagsradverkehr und noch mehr der Radtourismus boomen im Salzburger Seenland. Auch die aktuell stark steigenden Energiekosten haben dazu beigetragen, dass immer mehr Menschen Kurzstrecken mit dem Fahrrad zurücklegen. Weitere Verbesserungen der Rad-Infrastruktur sind da ein logi- scher Schritt. Nach den Radweg-Beschilderungen und der Er- richtung von E-Bike Ladestationen ist jetzt ein Netz von Fahr- rad-Reparatur-Stationen entstanden. Vom Regionalverband Salzburger Seenland wurden Fahrrad-Reparaturstationen ent- lang von Radrouten errichtet. Die Stationen bieten eine Basis- Ausstattung an Werkzeugen, die griffbereit und diebstahlsicher an gummierten Stahlseilen befestigt sind. Eine Standluftpumpe mit Manometer für alle gängigen Schlauch-Ventile ist ebenfalls integriert. An den Stationen können damit auch die Reifen von Kinderwägen, Rollstühlen und anderen Kleinfahrzeugen auf- gepumpt werden. Die Standorte der Reparaturstationen werden in alle Radkarten des Landes eingetragen und sind unter www. rvss.at zu finden. Reifenkontrolle bei der Fahrrad-Reparaturstation in Berndorf mit Bürgermeister Johann Stemeseder und dem Obmann des Regionalverbandes, Simon Wallner. Bild: Salzburger Seeland Neue Fahrrad-Reparaturstationen im Seenland

RkJQdWJsaXNoZXIy MTA1MzE0