DOPPELPUNKT Juni 2026

Die REPORTAGE Heinz Wasenegger in seiner kleinen Sternwarte in Hintersee. Seit sechs Jahren fotografiert er von hier aus Objekte wie den Ori- onnebel oder die Andromedagalaxie. Suche nach dem Farbenmeer am tiefschwarzen Nachthimmel W enn wir in den Nachthimmel schauen, ist er kohlrabenschwarz mit unzählig vielen mehr oder weniger glitzernden Sternen. Wenn Heinz Wasenegger in den Himmel schaut, taucht er ein in ein Farben- meer, das keine Grenzen zu kennen scheint. Freilich, so ganz einfach ist auch für den Heinz dieser Besuch in einer ganz anderen Welt nicht. H einz Wasenegger ist Hobby-Astronom. Mit einem kleinen Observatori- um in Lämmerbach. Das ist praktisch der hinterste Win- kel von Hintersee. Hier ist die Luft klar, die Nacht stockra- benfinster und störende Licht- quellen gibt es nicht. Dazu hält der Wind das Tal von Ne- bel frei. Ideale Bedingungen zum Beobachten der Sterne. Nur durch das Teleskop zu schauen, genügte Wasenegger aber bald nicht mehr und er begann damit, die Himmels- erscheinungen auch zu foto- grafieren. Erst laienhaft, dann immer professioneller und in- zwischen sind seine Bilder kaum mehr von jenen Fotos zu unterscheiden, die in den besten Sternwarten der Welt aufgenommen werden. Bis hierher war es aber ein weiter Weg. „Ich habe ja praktisch bei null begonnen und mir das Wissen selbst an- geeignet“, erzählt Heinz Wa- senegger und erinnert sich an seine ersten Bilder, die in der Coronazeit entstanden. Die Herausforderung dabei ist, dass die begehrten Motive der Astro-Fotografen mit frei- em Auge nicht zu sehen sind und nur über die genaue Ein- gabe der Koordinaten gefun- den werden können. Und erst nach langen Belichtungszei- ten entstehen vom Orionnebel oder der Andromedagalaxie so wunderschöne Bilder, wie jene, die kürzlich im Kultur- zentrum KUBIQ in Thalgau zu bewundern waren. Die Andromedagalaxie ist Am Computer im „Sternen- stüberl“ entsteht das endgül- tige Bild.

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