DOPPELPUNKT März 2020

März 2020 Seite 13 Aktuelle Rundschau MUNDERFING: „Der Rosenhammer“ mit neuem Lied Nach Schuhbeck ein Komet Prognose wurde voll erreicht rachten 344.000 € Kämpfen länderübergreifend gegen die drohende LKW-Lawine: Straßwalchens Bürgermeisterin Tanja Kreer und ihr Friedburger Amtskollege und Landesrat Erich Rippl. Bild: Rule MATTIGTAL/STRASSWALCHEN: Gemeinsamer Kampf gegen den LKW-Transit „Wir wollen nicht unter die Räder kommen!” D a reden alle von einem vereinten Europa und dann scheint nicht einmal die Verständigung zwischen zwei österreichischen Bundesländern zu klappen. Denn im Grenzbereich zwischen dem Flachgau und dem Innviertel kocht jeder Verkehrslandesrat derzeit ein eigenes Süppchen. Sehr zum Ärger von Straßwalchens Bürgermeisterin Tanja Kreer und ihrem Friedburger Amtskollegen Erich Rippl. Worum geht’s? Es ist der Schwerverkehr der beiden Län- dern zu schaffen macht. Genau- er gesagt, die Mautflüchtlinge, die von der deutschen Auto- bahn kommenden das Innvier- tel und den Flachgau als Ab- kürzung auf dem Weg zur Tau- ernautobahn nehmen. Sie spa- ren sich damit nicht nur 70 Ki- lometer auf der Autobahn, son- dern auch rund 80 Euro Maut. Inzwischen hat dieser Tran- sitverkehr solche Ausmaße an- genommen, dass SalzburgsVer- kehrslandesrat Stefan Schnöll die Notbrem- se gezogen hat. Ab 15. März wird die B 156 zwischen Lam- prechtshausen und Salzburg für den Schwer- verkehr gesperrt. Was die Flach- gauer in der bayerischen Grenzregion freut, löst bei den Bewohnern des Mattigtals und den Flachgauern entlang der B1 Schrecken aus. Sie befürch- ten, dass sich die Mautflücht- linge einen neuen Schleichweg suchen. Der würde dann unwei- gerlich von Braunau über Mat- tighofen, Friedburg und Straß- walchen zur Autobahn nach Eugendorf führen. Bereits jetzt zwängen sich täglich rund 1.000 LKW durch Friedburg. Rund ein Fünftel davon sind Mautflüchtlinge. „Die werden sprunghaft mehr, wenn das Fahrverbot auf der B 156 in Kraft treten wird“, ist Erich Rippl überzeugt. Da- zu kommen auch noch Last- wägen von Innviertler Firmen, die bisher durch den Flachgau in den Süden gefahren sind, denn auch für sie gilt das Fahr- verbot. „Das ist einfach wider- sinnig“, ärgert sich Rippl und hat deshalb schon vor einiger Zeit oberösterreichs Verkehrs- landesrat Günther Steinkellner aufgefordert, mit seinem Salz- burger Kollegen Kontakt auf- zunehmen um eine Ausnahme für den Ziel- und Quellverkehr zu erwirken. „Aber geschehen ist nichts. Die beiden Herren re- den scheinbar nicht miteinander. Unsere Region kommt dadurch im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder“, sagt Rippl, der zeigt, dass es auch anders geht. Er hat mit Straßwalchens Bürgermeisterin Tanja Kreer ei- ne Verbündete im Kampf ge- gen den Transit-Wahnsinn ge- funden. Gemeinsam wollen sie gegen diesen Verkehrswahnsinn Flächendeckende LKW-Maut auf allen Straßen wäre eine Lösung. Tanja Kreer, Bürgermeisterin Straßwalchen vorgehen. Aber wie? Tanja Kreer: „Für mich wä- re eine flächendeckende LKW- Maut auf allen Straßen ei- ne Möglichkeit. Damit hät- ten wir dann mit einem Schlag überall das Problem der Maut- flüchtlinge beseitigt. Außer- dem müsste mehr Schwerver- kehr auf die Schiene. Und um die vielen unsinnigen Fahrten, die jetzt gemacht werden, ein- zudämmen, müsste der LKW- Verkehr generell teurer wer- den.“ N ach seinem erfolgreichen Engagement in „Schuhbecks Teatro“ inAugsburg meldet sich jetzt „der Rosenhammer“ mit einer neuen Single bei seinen Freunden des Schlagers zurück. „Wie ein Komet“ ist der Titel des Liedes, in dem sich al- les um die Liebe dreht. Von dem Gefühl, das einem wie ein Komet erwischt und dann nicht mehr los- lässt. Nach „Boomerang“ und „Bring me home“ ist das des Rosenhammers drittes Lied innerhalb eines Jahres. F ast eine Punktlandung: Die im vergangenen Jahr beim Windpark erwartete Prognosen sind zu 99 Prozent eingetroffen. In Zahlen heißt das: Die fünf Windräder im Kobernaußerwald haben 32,1 Millio- nen Kilowatt Strom erzeugt. Das einspricht Einnah- men von 3,08 Millionen Euro und ergibt unter dem Strich einen Überschuss von 344.000 Euro. Für ein sechstes Windrad gibt es bereits alle behördlichen Genehmigungen. Einzig die Zusage für den Förde- rungstarif fehlt noch.

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