DOPPELPUNKT März 2020
Vorgestellt Seite 14 ch schwöre! Hätte Monika Bundt nicht selbst den Satz gesagt, ich würde mir nie erlauben, mit so einemWortspiel diesen Text zu beginnen: „Das Leben soll bunt sein!“ All jene, die Monika Bundt kennen, wissen genau was sie damit meint. Allen anderen sei erklärt: Monika Bundt sagt das nicht einfach so. Ihr Leben ist wirklich eine Ansammlung bunter Mosaiksteine verschiedenster Art und den bisher letzten Stein hat sie erst vor wenigen Tagen in Form eines Bu- ches dazugelegt. 16 Kurzgeschichten finden sich darin. Titelgebend war dabei die Anekdote von zwei hölzernen Gabeln, die Monika Bundt vor vielen Jahren in Stockholm einem netten Herrn abkaufen wollte. Da- mit sind wir auch schon bei einem weiteren Mosaik- stein: Monika Bundt reist gern. So hat sie sich zum 50. Geburtstag vier Wochen in New York als Sprachschülerin geschenkt. Und zu ihrem 60er hat sie drei Wochen lang die engen Gassen von Paris durchwandert und sich die Museen der fran- zösischen Hauptstadt angesehen. Dazwischen war sie im Urwald in Malaysia unterwegs, ist auf den höchsten Berg in Borneo geklettert und war eben öfter in Schweden. Weil das ein Land ist, das eine besondere Faszination auf Monika Bundt ausübt. Vielleicht auch deshalb, weil uns die Schweden in sozialen Belangen um Welten voraus sind. Sie hat dort eine Senioren-Wohnsied- lung besichtigt mit eigenem Schwimmbad und Kino, während bei uns über den Pflegenotstand diskutiert wird. Gearbeitet hat Monika Bundt 40 Jahre lang bei Porsche, vorwiegend in Orga- nisation und IT und auch imAusland. Ihre Freude am formulieren brachte ihr den Auftrag zur regelmäßigen Kolumne „Kunterbundt“ in der Porsche-Mitarbeiterzeitung. Wenn wir jetzt etwas in die Politik abgleiten, dann ist das nicht ganz zufällig. Denn mehr als ein Jahrzehnt lang hat Monika Bundt auch die Neumarkter Lokalpolitik mitgeprägt. Ihr beson- deres Engagement galt dem Bau eines eigenen Seniorenwohnhauses in Neumarkt. Privat war sie gewissermaßen die „Mutter“ mehrerer Kinderbetreuungs-Angebote. Was 1990 klein be- gonnen hat, wuchs zuletzt zu einem Verein mit 29 Angestellten in Krabbelstube, Schulkind- gruppe und Frauenberatung in den Gemeinden Neumarkt, Köstendorf und Mattsee. Als dann vor rund vier Jahren die Gemeinden diese Aufgaben übernommen haben, hat sich auch Mo- nika Bundt neu orientiert. „Plötzlich hatte ich viel Zeit und da ist mit dem Schreiben wieder eine alte Leidenschaft erwacht“. Woher sie die Ideen für ihre Geschichten nimmt? „Die flie- gen mir zu, im wahrsten Sinne des Wortes. Auf Reisen, im Kaffeehaus, bei Beobachtungen aus demAugenwinkel.“ Darum ist ein kleines Notizbuch ihr ständiger Begleiter. Was Monika Bundt da so notiert? Lesen Sie es nach in ihrem Buch „Zwei hölzerne Gabeln“. Erhältlich im Buchhandel und auch bei Amazon. Rupert Lenzenweger In Salzburg n In ganz Salzburg wird die erste Viehzählung nach dem Krieg durchgeführt. n Der Salzburger Fußballverband wird mit 14 Clubs wiedergegründet. n Die US-Militärbehörden erlauben den „kleinen Grenzverkehr“ nach Bayern. n Die Salzburger Brauereien erhalten die Erlaubnis den bestehen- den Malzvorrat aufzubrauchen und können damit wieder in geringem Ausmaß Bier brauen. n Marko Feingold wird zum Präsidenten der israelitischen Kultus- gemeinde gewählt. Im Flachgau n In Obertrum wird die Huberbauerkapelle gebaut. n Adalbert Lederer wird zum Ehrenbürger von Strobl ernannt. n Franz Xaver Traber wird Kapitular-Kanonikus im Collegial- stift Mattsee, Franz Broinger wird Ehrenkanonikus. n Der SV Bürmoos steigt in die höchste Salzburger Fußball- liga auf. n Josef Fuchs wird zum Bürgermeister von Seekirchen gewählt. n Bei einer Bürgermeistertagung mit allen 36 Bürgermeistern des Flachgaues werden die Bürgermeister auch angelobt. Was war 1946 sonst noch los? Monika Bundt im Alter von vier Jah- ren. Bilder: privat Auch bei ihren langen Spaziergängen kommen Monika Bundt immer wieder Ideen für neue Geschichten. I Monika Bundt Autorin, Neumarkt geb. 6. Oktober 1946 n Geboren wurden 1946 sonst noch: Felix Königsberger, ehemaliger Pfarrer in Strobl und Bergheim; Wolfgang Saliger, ehemali- ger zweiter Landtagspräsident und langjähriger ÖVP-Obmann des Flachgaus; Peter Pikl, Schauspieler, Regisseur, Theaterleiter; Kurt Wiebach, ehemaliger Fußballtrainer bei Austria Salzburg-Fußball; Gerhard Tötschinger, Schauspieler und Theaterintendant und Pe- ter Simonischek, Schauspieler und ehemaliger Jedermann-Darsteller.
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