DOPPELPUNKT Mai 2019
Mai 2019 Seite 20 Aktuelle Rundschau ST. GEORGEN/LAMPRECHTSHAUSEN: Bauern helfen bei der Rettung der Feldlerche Große Sympathien für ein kleines Vogerl Die Feldlerche ist in Gefahr. Die Bestände sind in den vergangenen 20 Jahren alarmierend zurückgegangen, den typischen Gesang hört man nur mehr selten. Aus den Grünlandgebieten Salzburgs ist das Tier weitestgehend verschwunden. Grund genug, die Feldlerche zum „Vogel des Jahres“ zu machen. Gründe für den Schwund dieses gefiederten Tieres sind Nahrungsmangel und Lebens- raumverlust. Es benötigt für ei- ne erfolgreiche Aufzucht seiner meist zwei bis drei Bruten eine niederwüchsige Vegetation, die auch Lücken aufweist. „Der rasche Vegetationsaufwuchs auch im Grünland trägt zum Rückgang der Art bei“, erklärt Ornitholo- gin Susanne Stadler, von der Abteilung Natur- und Umweltschutz. Das Land Salzburg hat 2017 die Initiative „Wir tun was – für Feldlerche und Kiebitz“ gestartet. Diese Aktion wird nun mit „Vogel des Jahres“ fortgesetzt. „Wir schaf- fen Bewusstsein, zeigen Lösungsmöglichkeiten auf und unterstützen lo- kale Initiativen. Im Rah- men eines Betreuungs- netzwerkes setzen enga- gierte Bäuerinnen und Bauern freiwillige Maßnahmen zum Schutz der Tiere um“, erklärt Projektleiter Günter Jaritz von der Abteilung Natur- und Um- weltschutz. Einer der auch etwas gegen die Ausdünnung der Vogel- arten tun will, ist der Land- wirt Peter Absmanner aus St. Georgen, Holzhausen. Er hat bereits zwei Lerchenfenster an- gelegt. „Es handelt sich dabei um Flächen in der Größe von rund 20 Quadratmeter, die bei der Aussaat ausgespart werden und durch das Anheben der Sä- maschine bei der Winterkultur entstehen“, erklärt Absmanner. „Der Ertragsverlust ist ver- nachlässigbar, die Wirkung für die Biodiversität jedoch groß.“ Auch Landwirt Sepp Zauner in Lamprechtshausen hat ein Herz für den „Vogel aus seiner Kind- heit“. „Ich hebe die Sämaschine einfach kurz auf, so entsteht ein getreidefreier Raum und damit ein idealer Lebensraum.“ Auch die lokale Im- ker- und Jägerschaft konnte der engagierte Landwirt Peter Absman- ner schon überzeugen: Sie legen Blühstreifen und Lerchenfenster auf ihren Feldern an, um der Honig- und den Wild- bienen, dem Niederwild sowie der gefährdeten Vogelart zu helfen. „Al- leine an diesem Beispiel zeigt sich, dass jeder mit relativ einfachen Maß- nahmen einen wichtigen Beitrag zur Förderung von bedrohten Arten und der Biodiversität leisten kann“, freut sich Landesrätin Maria Hutter. Landesrätin Maria Hutter mit einigen der Beteiligten, die helfen, die Feldlerche zu schützen. Eine neue Obfrau beim Dorferneuerungsverein W echsel an der Spitze des „Vereins für Dorferneuerung Lo- chen am See“: Christiane Maderegger hat das Amt der Obfrau von Brigitta Karl übernommen, die in den vergangenen sechs Jahren den Verein geleitet hat. Christiane Maderegger möchte den Verein ganz im Sinne ihrer Vorgängerin weiterfüh- ren, möchte aber gleichzeitig alle Lochener zur Mitarbeit einla- den. Wer Interesse hat, meldet sich bei Christiane Maderegger ( Tel: 0664 / 37 04 749 oder per E-Mail unter office@diesch- nittstelle.co.at ). Außerdem sind alle Interessierten zum ersten Dorfabend im Bräugasthof in Lochen am 8. Mai um 19.30 Uhr eingeladen. LOCHEN: Christiane Maderegger folgt Brigitta Karl an der Spitze nach
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MTA1MzE0