DOPPELPUNKT Oktober 2021
Es herbstelt! Die Tage werden kürzer, manchmal auch ungemütli- cher, aber auch durchaus mal lau – der (Garten-) Herbst zieht ins Land! Ein bisschen kennt man es auch an den Gärtnerinnen und Gärtnern. Denn die arbeiten nun we- sentlich entspannter als etwa im Frühling, wo alles ganz schnell gehen muss. Was gibt’s zu tun? Wie schon das eine oder ande- re Mal erwähnt ist der Herbst die vielleicht etwas unter- schätzte Zeit beim Gärtnern. Früher, so sagte man mir zu- mindest, wurden hauptsäch- lich im Herbst etwa Sträu- cher und Bäume gepflanzt. Stimmt schon, damals gab´s auch kaum Pflanzen im Con- tainer (Topf). Trotzdem tun sich die erwähnten Pflanzen- gruppen im Herbst viel leich- ter mit dem Anwachsen als im Frühling. Gründe könnten die gleichmäßigeren Tempe- raturen oder die bessere Bo- denfeuchtigkeit sein. Gräser, Stauden (mehrjähri- ge Blumen) oder empfindli- che Gehölze kann man aber auch getrost im Frühling set- zen. Bitte halt nicht zu spät, weil ihnen die emporschnel- lenden Temperaturen meist nicht so gut bekommen. Blumenzwiebel pflanzen Frühlingsblüher, die man im Herbst als Zwiebel pflanzt, wie Tulpen, Narzissen oder Krokusse, werden nun eben- falls schon bald in den Gärt- nereien angeboten und kön- nen gepflanzt werden. Das ist problemlos möglich, solange der Boden nicht ge- froren ist. Schnittarbeiten Aufmerksame Leser und Le- serinnen werden‘s schon wis- sen: Im Herbst schneidet man Sommerblüher. Also je- ne, die gerade abblühen, und im Frühsommer die Früh- lingsblüher. Befolgt man die- sen Rat nicht, bringt man sich selbst um die Blütenpracht im nächsten Jahr. Bäume können eigentlich das ganze Jahr über geschnitten werden, außer vielleicht nicht direkt im Austrieb. Jetzt, wo das Laub langsam fällt, hat man halt einen besseren Über- blick über die Krone. Kontakt DSG Mondseeland: Alex Wekerle ,Gtm Alex@ DerServiceGaertner.at Tel.: 0677/62 85 95 29 Aktuelles aus dem Mondseeland Seite 10 Oktober 2021 Landeshauptmann Wilfried Haslauer und der russische Bot- schafter Dimitrij Lubinskij eröffnen die Ausstellung. „Roter Mond”. Eine ganz besondere Apfelsorte mit rotem Fruchtfleisch. Alle Bilder: Albert Moser M orgenrot – gemeinsam gegen den Salzburger Obstbaumtod. Unter diesem kräftigen Motto stand Mit- te September die Obstsor- tenausstellung „Poma Miran- da“ in Thalgau, die mit über 1.500 ausgestellten Sorten zu den größen Veranstaltungen dieser Welt gehört. Initiator dieser Ausstellung war wieder einmal „Tausend- sassa“ Bernhard Iglhauser, der bereits 1986 mit der Kam- pagne „Lebensräume-Kinder- träume-Obstbäume“ ein lan- desweites Vorbild der Rück- besinnung auf die einst so stolzen Heimatbäume setzte. 1912 konnten in Linz mit der größten Obstschau der k. und k. Kronländer 1.520 Früchte ausgestellt werden. Das schafften jetzt auch die Thalgauer. Gemeinsam mit der Landjugend Thalgau, dem Tourismusverband Thal- gau und unter der Mitwirkung zahlreicher europäischer Sor- tensammler und Pomologen konnten jetzt über 1.520 Ein- zelfrüchte gezeigt werden. Im Mittelpunkt stand dabei mit dem „Roten Mond“ ein ganz besonderer Apfel. Der glänzt nicht nur nach außen knallrot, sondern hat auch ein Frucht- fleisch in der gleichen Farbe. Gezüchtet hat diesen ganz besonderen Apfel der russi- sche Pomologe Iwan Mit- schurin. Der geniale Gene- tiker züchtete über 300 ver- schiedene Obst- und Beeren- sorten, wobei die 1915 durch Zufall entstandene Apfelsorte „Roter Mond“ bis zur Gegen- wart Mythos und Legende zu- In Thalgau ist
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