DOPPELPUNKT Oktober 2021
Aus dem Mondseeland Oktober 2021 Seite 15 Oberhofens Jungpolitiker diskutierten am Stammtisch. Im Bild von links: Gerald Huber-Kress, Franziska Höllwarth (beide ÖVP), Katrin Asen, Manuel Neuhofer, Markus Sumetshammer (SPÖ), Linda Mayr und Reinhard Sperr (beide Grüne). Bild: Rule Jungpolitiker sind sich einig: Es geht nur gemeinsam W er jetzt glaubt, dass an einem politischen Stammtisch mit Vertretern von drei Parteien immer die Fetzen fliegen müssen, der irrt. Zumindest dann, wenn sich in Oberhofen die Jungpolitiker von ÖVP, SPÖ und Grüne treffen. Die sind sich nämlich in vielen Punkten einig. Vor allem aber sind sie überzeugt: Es geht nur gemeinsam. Warum tut ihr euch das an? Gewissermaßen unter diesem Motto luden der DOPPEL- PUNKT und Reinhard Sperr von den Grünen zum Jung- politikerstammtisch. Letzt- endlich stellten sich sieben junge Leute der Diskussion, an der nur die FPÖ nicht teil- nahm. Und trotzdem: Illust- rer hätte die Runde gar nicht sein können. Auf der einen Seite Reinhard Sperr und Linda Mayr, die mit der neu- gegründeten Grünen Partei politisches Neuland betreten. Auf der anderen Seite Manu- el Neuhofer der für die SPÖ bereits in der Gemeindever- tretung sitzt und Franziska Höllwarth, die als Tochter von Bürgermeisterin Elisa- beth Höllwarth-Kaiser seit Jahren hautnah miterlebt, was es bedeutet, als Gemein- depolitikerin tätig zu sein. Mögen die politischen Richtungen auch unterschied- lich sein, so ist der Grund bei allen gleich, wieso sie das politische Parkett betreten wollen: Immer nur kritisieren ist keine Lösung, sind sich die jungen Leute einig. Anpacken und mitgestalten ist angesagt. Wo sehen die jungen Leute nun die zukünftigen Aufga- ben und Probleme in Ober- hofen. Für Katrin Asen liegen die Schwerpunkte im Bereich Bildung. Für die Mittelschul- lehrerin müssen Kindergarten und Volksschule dringend sa- niert bzw. erweitert werden. Eng verbunden damit auch die Frage, in welche Richtung sich Oberhofen überhaupt entwickeln soll. Intensiv da- mit beschäftigt hat sich schon Gerald Huber-Kress, ein Spe- zialist für Raumplanung. Für ihn ist Oberhofen eine schö- ne Wohngemeinde mit einem guten Gewerbegebiet, das vor allem durch seine hervor- ragende Verkehrsanbindung punkten kann. Was wird jetzt der Wahl- sonntag bringen und wird Oberhofen bunter, weil eine vierte Partei vielleicht den Sprung in den Gemeinde- rat schafft? Man war sich am Stammtisch einig, dass die Grünen neuen Schwung in die Gemeindestube brin- gen könnten und dass die Chancen dafür gar nicht so schlecht stehen. „Grundsätz- lich müssen wir über jeden jungen Menschen froh sein, der sich in der Gemeinde- politik engagiert. Weil es ist wirklich nicht leicht, junge Leute zu mobilisieren“, weiß Franziska Höllwarth und bringt damit die zweistün- dige Diskussion am Stamm- tisch der Oberhofener Jung- politiker auf den Punkt. Auch in Österreich gerät die kritische Be- richterstattung un- ter Druck. Davon ist Fritz Hausjell (Bild), Vorstand von Reporter oh- ne Grenzen, über- zeugt und zeigt das auch bei seinem Vortrag am 16. Oktober um 20 Uhr im Pfarrsaal Mondsee. Außer- dem beschreibt er bei die- ser Veranstaltung von Amnesty Inter- national Mondsee- land die gefährliche Situation, in der sich unabhängige Journalistinnen und Journalisten befin- den. Der Eintritt ist frei. Um freiwillige Spende wird ge- beten. Mundtot - Der gefährliche Kampf um die Pressefreiheit
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