DOPPELPUNKT Oktober 2026
Meinungen Oktober 2026 Alle Ausgaben der Zeitungen DOPPELPUNKT und VOLLMOND auch als E-Paper www.verlag-doppelpunkt.at … dass es immer mehr Reparaturstationen für Fahrräder entlang der Rad- wege durch den Flachgau gibt. Besonders erfreut war ein Urlaubsgast aus Frank- reich, der kürzlich nach dem Besuch des Kunsthand- werksmarktes in Seeham ohne Luft im hinteren Rei- fen dastand. Zum Glück waren es nur wenige Schrit- te zur Reparaturstation. Auch das ist Werbung für den Flachgau als Urlaubs- region. … dass es bei Festen praktisch kaum mehr Weg- werfgeschirr gibt. „Ich bezahle gerne ein paar Eu- ro Einsatz, wenn ich mein Bier nicht aus einem dün- nen Plastikbecher trinken muss“, teilte uns ein Leser aus Seekirchen mit. … dass vor allem junge Scooterfahrer immer rück- sichtsloser unterwegs sind. „Dass wir als Fußgänger auf den Gehsteigen nicht mehr sicher sind, weil von vorne und hinten die Leute mit ihren Rollern auf uns zurauschen, daran haben wir uns längst gewöhnt. Aber dass selbst bei Festen wie dem Rupertistadtfest in Neumarkt die jungen Leu- te nicht absteigen, schlägt dem Fass den Boden aus“, ärgert sich ein Leser aus Straßwalchen. „Ich habe einen Burschen aufgehalten und gefragt, ob es notwen- dig ist, mit dem Scooter durch die Menschenmassen zu rasen“, erzählt der Mann weiter. Mehr als ein Achsel- zucken gab es als Antwort nicht. Was gefällt Ihnen (nicht)? Tel.: 06216/7560 redaktion@doppelpunkt.co.at IMPRESSUM: Medieninhaber, Verleger und Herausgeber: Nicole Lenzenweger MA rer. nat. Verlagsanschrift: Breinbergstraße 14, 5202 Neumarkt am Wallersee. Telefon: 06216/7560 oder 7140, E-mail: redaktion@doppelpunkt.co.at Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH, Horn. - Für mit „+“ oder „PR“ gekennzeichnete Texte wurden Druckkostenbeiträge eingehoben. Es handelt sich demnach laut Medien- gesetz um „bezahlte Einschaltungen”. Für unverlangt eingesandte Fotos und Manuskripte kann keine Haftung übernommen werden. - Alle Daten zu unseren Medien finden Sie auch im Internet unter www.verlag-doppelpunkt.at Seite 2 D ass etwas geschehen muss, darüber schei- nen sich die Politiker bis hinauf in die höchste Ebene der EU einig zu sein. Nur ab wann etwas geschehen soll, darüber scheiden sich noch die Geister. Es geht um das Social Me- dia-Verbot für Kinder und Jugendliche, über das auch in Österreich seit Monaten heftig diskutiert wird. Tik- Tok, Instagram, Facebook oder auch Whatsapp erst ab zwölf, 13 oder 14 Jah- ren? Es ist momentan vor allem die Altersgrenze, ab der es einen Zugang zu diesen Diensten geben soll, auf die sich die Poli- tiker nicht einigen können. Dabei gäbe es wirklich wichtigere Fragen. Zum Beispiel erscheint mir völlig unklar, wie diese Altersgrenze in der Praxis auch kontrolliert werden kann. A ber nicht die Kinder sind das größte Pro- blem. Das sind die Eltern und inzwischen auch die Großeltern. Denn längst ist es nicht mehr nur unser Mit dem Smartphone am Sandkastenrand Nachwuchs, der sich im täglichen Leben nicht mehr vom Smartphone losreißen kann. Man braucht nur mit offenen Augen durch den Alltag zu gehen. Beispiele gefällig? In den öffentli- chen Verkehrsmitteln oder in den Wartezimmern der Ärzte schaut jeder nur mehr auf den kleinen Bild- schirm vor sich. Selbst auf Kinderspielplätzen sind die Eltern und Großeltern mehr mit ihren Smart- phones beschäftigt. Sie sitzen (im besten Fall) am Rande des Sandkastens und wischen auf ihren klei- nen Kasteln herum, anstatt mit dem Nachwuchs zu schaufeln. Und wenn das Kind beim Heimfahren im Kinderwagerl lästig wird, bekommt es einfach das Smartphone. Es gibt ja so viele lustige Filmchen auf You Tube … S eit jeher haben die äl- teren Generationen in vielen Bereich des Lebens Vorbildfunktionen für die Jungen. Diesmal er- scheinen sie mir eher als abschreckendes Beispiel.
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