VOLLMOND 1-2018
10 Vorgestellt Dorothea Grabner Leiterin der UNESCO- Mittelschule, Mondsee geboren am 26. Jänner 1960 Das Rauchhaus wird an seinem jetzigen Standort errichtet und in der Folge mit Nebengebäuden zum „Freilichtmuseum Mondseer Rauchhaus“ ausgebaut. Die Pfarre Mondsee und die Diözese Linz stellen die Hilfbergkirche der „evangelischen Tochtergemeinde A.B.“ für Gottesdienste zur Verfügung. Die evangelischen Christen waren mit dem Flüchtlingsstrom gegen Ende des zweiten Weltkrieges nach Mondsee gekommen. Seit 1976 haben sie eine eigene Kirche in der Herzog-Odilo-Straße. In Oberhofen wird der Neubau des Gemeindeamtshauses unter Bürgermeister Meindl fertiggestellt. Im Mondsee wird nahe der Seeache damit begonnen, professionell Fundstücke aus der Pfahlbauzeit in Sicherheit zu bringen. Möglich macht dies eine Tauchergruppe aus Salzburg, die den Mitarbeitern des Heimatmuseum bei diesen wissenschaftlichen Arbeiten hilft. Die Polizeimusik aus Salzburg sorgt beim Mondseer Seefest für die musikalische Unterhaltung. Geboren wurden sonst noch: Ivan Lendl, amerikanischer Tennisspieler; Nena, deutsche Popsängerin; Werner Faymann, ehemaliger österreichischer Bundeskanzler; Diego Maradonna, ehemaliger Fußballspieler aus Argentinien und Helmut Pichler, Weltenbummler und Extremabenteurer aus Gosau. WAS WAR 1960 SONST NOCH LOS IM MONDSEELAND? D orothea Grabner ist die neue Leiterin der UNESCO-Mittelschule Mond- see. Der Vollmond hat die Direktorin an ihrem Arbeitsplatz besucht. Die ersten 18 Schulwochen als Leiterin beschreibt Dorothe Grabner als sehr turbulent, es gab für sie viele neue Herausforderungen zu bewäl- tigen. Eine große Schule mit einem Kollegium von 40 PädagogInnen und rund 320 Schülern erfordert einfach enorme organisatorische Maßnahmen, ganz nach dem Motto: „Es ist immer irgendetwas“. Das könnte beinahe ein Lebensmotto sein, denn lange Verschnaufpausen gönnt sich die Mittfünfzigerin nicht. „Ich erinnere mich gerne zurück. Ich ging in St. Georgen in die Hauptschule. Besonders in Erin- nerung geblieben sind mir Lehrer, die zwar große Leistungen gefordert haben, aber den Menschen in uns gesehen haben, die wertschätzend diese Leistungen gefordert haben. Da habe ich mir dann gedacht: „So möchte ich auch werden.“ So- mit war für die Volksschülerin Dorothea schon klar, wo es hingehen soll. Hauptschule und dann das „Muspäd“ in Salzburg. Deutsch war immer das Lieblingsfach der Unteracherin, Mathematik und Geschichte sowie Physik und Französisch kamen im Laufe der Schulkarriere dazu. Physik vor allem, weil „damals gerade die Diskussion um das Atomkraftwerk Zwentendorf war und mich das sehr interessierte, mein damaliges Faible für Atomphysik entstand. Kurz war auch der Gedanke da, das zu studieren“. Doch mit der Hauptschullehrer-Ausbildung alleine war es für die aktive Mutter von zwei er- wachsenen Kindern nicht getan, denn nach der Lebenswende im Privaten kam der Wunsch, noch zu studieren. Mittlerweile ist die Dissertation, so ganz neben der Tätigkeit als Lehrende an der Universität Salzburg und an den Pädagogischen Hochschulen Linz und Salzburg, auch eingereicht. Kaum zu glauben, dass neben so viel Aktivität noch Zeit für Hobbys ist: Sportliches vom Wandern über Yoga bis zum Langlaufen, Reisen, Theater und Lesen – mit einer besonderen Leidenschaft fürs Zeitunglesen – „und das recht lange“. Alltag, das ist Herausforderung und nicht das Hamsterrad für die quirlige Leiterin der UNESCO-Mittelschule: „Ehrlich gestanden, Routine ist nicht so meins, ich liebe Herausforde- rungen. Trotzdem habe ich gelernt, dass manche Dinge ihre Zeit brauchen.“ Christina Burda Dorothea Grabner ist seit 18 Schulwochen Leiterin der UNESCO-Mittelschule. Dorothea Grabner als Mädchen im Alter von acht Jahren. Februar 2018
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