VOLLMOND 1-2019
März Von Christina BURDA NACHGEHAKT S tellen Sie sich vor, Sie müssen zwei Tage kochen: Am ers- ten Tag ein Drei-Gänge-Menü für 70 Personen in fünf Stunden, am zweiten Tag für zwölf Personen Fingerfood, klassische Fischterrinen, Hauptspeise und Dessert. Junge Köche, die auch etwas unter der Haube ha- ben und zum Ju- gendnationalteam Österreichs gehö- ren, nehmen solche Herausforderungen bei der Weltmeister- schaft in Luxemburg an. Vorne mit dabei: das fünfköpfige Jugend- nationalteam Österreichs mit dem Unteracher Manuel Hammerl. Sie haben sich mit einem gewagten Programm zwei Goldmedaillen und den Weltmeisterti- tel geholt. Der härteste Konkurrent war nach Ansicht von Manuel Hammerl die Schweiz, doch auch die skandinavi- schen Länder wetzten die Messer. Der junge Koch hat das Herumtüfteln gewisser- maßen im Blut. Während er als Schulkind mit dem Opa leidenschaftlich Krip- perl gebaut hatte, tausch- te er als Jugendlicher das Holzschnitzmesser gegen das Küchenmesser und ver- brachte mehrere Sommer als Praktikant in der Küche von Andrea und Andreas Götsch im Gasthof am See. Der Ab- solvent der Tourismusschu- le Bad Ischl erinnert sich gerne an die Zeit bei Fami- lie Götsch, die für ihn nach wie vor Unterstützer und Mentoren sind: „Die Liebe zum Fisch als Speise begann vermutlich schon damals. Man braucht viel Gefühl, um Fisch zu verarbeiten. Ein paar Tonnen werde ich schon zubereitet haben.“ Eigenes Geschirr kreiert Getüftelt hat das National- team auch am Weltmeister- Rund um die Welt und einen goldenen (Koch)löffel dazu... Die Liebe zum Fisch wuchs schon im ersten Praktikum. Diese Platte mit feinstem Fingerfood hat Manuel Hammerl bei der Weltmeisterschaft in Luxemburg angerichtet und begeisterte damit die strengen Juroren. Alle Bilder: privat
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