VOLLMOND 1-2026

PLANEN, BAUEN, WOHNEN VOLLMOND 1/2026 19 Freunberger Tortechnik & Handel Tore Türen Fenster Insektenschutz Zäune Automatisierungen Christian Freunberger Oberaschau 7 4882 Oberwang SERVICE HOTLINE 0676 7910123 Tel.: 06233/8310 Mobil.: 0676/7910123 e-mail.: freunberger@tortech.at hp.: www.tortech.at T F H T F H Selbst kleinere Flächen wie Garagen- und Carportdächer lassen sich nachträglich begrünen. Bild: DJD/Paul Bauder Das Dach wird zum Lebensraum V ersiegelte Flächen prägen weite Teile der Städte und Siedlungsräume - mit Folgen für das Klima, die Arten- vielfalt und den Wasserhaushalt. Viele Siedlungs- und Ver- kehrsflächen sind durch Be- bauung, Pflasterungen oder Asphaltierungen so befestigt, dass sie kaum Wasser auf- nehmen können. Angesichts zunehmender Hitzewellen und extremer Wetterereignis- se rücken Begrünungskon- zepte stärker ins Blickfeld: Insbesondere Dachflächen bieten großes Potenzial für eine ökologische Aufwer- tung - auch nachträglich und verbunden mit einem mehr- fachen Nutzen. Mehr Grün in die Stadt holen Pflanzen auf dem Dach binden Feinstaub. Gründä- cher verbessern den som- merlichen Wärmeschutz in urbanen Räumen durch Ab- kühlung der Umgebungsluft, speichern Regenwasser und entlasten somit die Kanalisa- tion bei Starkregen. Zudem entstehen auf diese Weise neue Lebensräume für viel- fältige Tier- und Pflanzenar- ten. Vor allem Flachdächer auf Wohn- oder Gewerbe- bauten, aber selbst Garagen- und Carportdächer eignen sich für diesen Zweck. Wich- tig dabei: Die Ausführung sollte grundsätzlich durch qualifizierte Fachkräfte er- folgen, um eine dauerhafte Funktionalität zu gewähr- leisten. Je nach Ausführung unterscheidet sich der Auf- bau und Pflegeaufwand eines Gründachs. Die sogenannte extensive Begrünung ist be- sonders pflegearm und setzt auf widerstandsfähige Pflan- zen, die sich weitgehend selbst versorgen. Intensive Dachbegrünun- gen gehen darüber hinaus: Sie ermöglichen gärtnerisch gestaltete Flächen mit Stau- den, Gehölzen oder auch Aufenthaltsbereichen. Vor- aussetzung ist in jedem Fall eine ausreichende Tragfähig- keit des Daches sowie ein entsprechender Unterbau mit geeigneter Abdichtung. Kleinflächen kommen groß raus Ein weiterer Ansatz ist die naturnahe Gestaltung von Dachflächen als ökologisch wertvolle Biotope. Durch variierende Substratstärken, heimische Pflanzenarten und die Integration von Struktur- elementen wie Totholz oder Steinlinsen entstehen arten- reiche Lebensräume. Diese Art der Begrünung trägt in besonderem Maße zum Er- halt der Biodiversität bei und unterstützt bestäubende In- sekten wie Wildbienen oder Schmetterlinge. Klein, aber ebenfalls fein sind Dachbegrünungen auf Garagendächern, Carports oder Gartenhäusern. Grüne Dachgärten können dabei hel- fen, das Mikroklima vor Ort zu verbessern und sorgen so für spürbare Veränderungen.

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