VOLLMOND 1-2026

20 VOLLMOND 1/2026 PLANEN, BAUEN, WOHNEN Hart, aber herzlich: Kalk im Trinkwasser D ie überwiegende Zahl der Haushalte in Österreich hat Trinkwasser mit dem Härtegrad mittel oder hart. Das bedeutet, dass die Konzentration von Calcium- und Magnesium-Ionen im Wasser besonders hoch ist. Das ist für uns Menschen zwar nicht gesundheits- schädlich, da Calcium und Magnesium wichtige Be- standteile unseres Körpers und unserer Ernährung sind. Bei Leitungen und Geräten sieht das jedoch anders aus: Der im Wasser enthaltene Kalk sorgt für einen erhöh- ten Reinigungsaufwand und schädigt die Geräte auf Dau- er. Das führt beispielsweise dazu, dass ein Wasserkocher mehr Energie als nötig ver- braucht oder die Hauswas- sertechnik teuer repariert werden muss. Abhilfe schafft in den betroffenen Regionen ein Kalkschutz. Bei der Wahl des passenden Kalkschutz- geräts helfen die folgenden zwei Fragen: Bleibt die Trinkwasserqualität erhalten? Es wird darauf hingewie- sen, dass sich die Trinkwas- serqualität durch eine Ent- härtungsanlage verschlech- tern kann: Der Natriumgehalt könnte durch Ionentauscher erhöht werden oder es könnten bei langen Standzeiten Keimbe- lastungen auftreten. Eine Alternative dazu sind beispielsweise Kalkschutz- geräte, die sich das Prinzip der Biomineralisierung zu- nutze machen, den natürli- chen Prozess der Kalkkris- tallbildung. Dabei wird das Wasser nicht chemisch ver- ändert und das Trinkwasser behält seine natürliche Qua- lität. Ist dieAnlage einfach zu handhaben? Neben einer einfachen In- stallation ist vor allem wich- tig, wie wartungsintensiv das Gerät im Betrieb ist. Durch- schnittlich müssen klassische Enthärtungsanlagen alle zwei Monate inspiziert und zwei- mal im Jahr gewartet werden. Das ist gerade für Ein- und kleine Mehrfamilienhäuser ein enormer Aufwand - zeit- lich als auch kosteninten- siv. Einfacher zu handhaben sind Kalkschutzgeräte: Das Granulat muss nur alle fünf Jahre gewechselt werden. Da zudem kein Salz oder andere Dosiermittel nötig sind, entfällt das regelmäßi- ge Nachfüllen und Schleppen schwerer Säcke. Das tut dem eigenen Rücken und auch dem Geldbeutel gut - und die Umwelt profitiert ebenfalls, wenn das Abwasser nicht durch Salz belastet wird. Hinweis: Informationen über die Härte des eigenen Trink- wassers gibt es beim regiona- len Wasserversorger. Hartes Wasser enthält Mineralien, die unser Körper braucht. Bild: DJD /www.watercryst.com/Robert Kneschke - stock.adobe.com

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