VOLLMOND 1-2026
VOLLMOND 1/2026 21 Modernisierungsbedarf ist vorhanden, doch das Geld oft knapp D as eigene Zuhause, vertraute Räume, gelebte Erinne- rungen - für viele Menschen ist das Eigenheim mehr als nur eine Immobilie. Rund zwei Drittel der über 60-Jäh- rigen möchten hier ihren Lebensabend verbringen. Doch wie realistisch ist die- ser Wunsch, wenn Treppen, Bäder, Energietechnik oder Zugang zum Haus den An- forderungen des Alters nicht mehr entsprechen? Und vor allem: Reichen die finanziel- len Mittel für notwendige An- passungen? 51 Prozent der Befragten der Altersgruppe 60+ beschreiben den Zustand Ihrer Immobilie als renovie- rungs- oder modernisierungs- bedürftig, neun Prozent sehen sogar erheblichen Handlungs- bedarf. 13 Prozent halten eine energetische Sanierung für erforderlich. Nur knapp ein Viertel der Befragten gibt an, dass ihre Immobilie nicht mo- dernisiert oder saniert werden muss. Finanzielle Grenzen 58 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sie Umbau oder Modernisie- Drei Viertel der über 60-jährigen Immobilienbesitzer sehen Modernisierungsbedarf - zum Beispiel im Badezimmer. Bild: DJD/Allianz/Abba - stock.adobe.com (KI-generiert) rung sehr wahrscheinlich aus eigenen Mitteln stemmen können. Knapp 40 Prozent jedoch könnten eine Reno- vierung oder einen Umbau nur zum Teil oder gar nicht aus vorhandenem Kapital be- streiten. Wo das Geld nicht reicht, würden drei Viertel der Befragten auf Maßnah- men verzichten. Wenn sich aber Barrieren abbauen las- sen und dies den Menschen ermöglicht, länger im eigenen Zuhause zu bleiben, lohnt es sich, eine Finanzierungsmög- lichkeit zu prüfen. Die möglichen Sanierungs- maßnahmen reichen laut Um- frage vom Einbau eines Trep- penlifts über den barrierefrei- en Zugang bis hin zum Um- bau des Badezimmers. Etwa ein Fünftel der Befragten, die eine Vorstellung der Kosten haben, gehen von einem In- vestitionsvolumen von 50.000 Euro und mehr aus.
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