VOLLMOND 1-2026

NATUR im Mondseeland Vögel imWinter Zum bereits 17. Mal fand eine Vogelzählung in ganz Österreich statt. Die soge- nannte „Stunde der Winter- vögel“ hat heuer mit über 33.000 Naturbegeisterten einen neuen Teilnehmerre- kord aufgestellt. Dabei wur- den eine Stunde lang die Vögel in unseren Städten und Dörfern gezählt und an BirdLife Österreich gemel- det. Auf Platz eins der häu- figsten Vögel landete die Kohlmeise, gefolgt von Haus- sperling und Feldsperling. Durchschnittlich tummelten sich 29 Vögel in den heimi- schen, winterlichen Gärten. Insgesamt wurden 733.671 Vögel von 25.256 Zählorten (ein Plus von 21 Prozent zum Vorjahr) in ganz Österreich gemeldet. Die Einflüge von vielen Witnergästen aus dem Norden Europas blieben heu- er aus. Arten wie Bergfink, Kernbeißer oder Erlenzeisig wurden deutlich seltener be- obachtet. Auch der Stieglitz hatte heuer einen Rückgang, langfristig jedoch ist er der einzige Finkenvogel mit kei- nem negativen Trend im Win- ter. Er bleibt in Folge milderer Winter das ganz Jahr über bei uns. Bei Sperling, Kohlmeise, Blaumeise und manchen Fin- kenarten ist leider ein langfris- tiger Rückgang zu erkennen. Die typischen Siedlungsvögel verlieren durch Grünräume unserer Städte und Dörfer ihre Lebensräume. Hier gilt: Je weniger heimische Hecken und alte Bäume, umso weniger Vögel. Eines der größten Sorgenkinder ist aber der Grünfink, ihm macht die Vogelkrankheit Trichomoniasis zu schaffen. Positive Entwicklung zeigt hingegen die Amsel: Sie wurden in den vergangenen Jahren wieder häufiger in den Gärten beobachtet. Bild: Albert Moser

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