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NATUR - im Mondseeland April, April, das Wetter macht was es will Bild: Albert Moser VOLLMOND 2/2024 28 Aber warum macht es das eigentlich? Beim Aprilwetter wechseln sich in rascher Abfolge Sonnenschein, Wolken und Nie- derschlag in Form von Regen, Hagel oder auch Schnee ab. Für Mitteleuropa ist durch die zyklonale Westdriftzone (Westwind- zone) eine unbeständige Witterung mit häufig wechselnden Großwetterlagen typisch. In den Wintermonaten nehmen die Land- flächen durch die kurzen Tage und des spit- zen Einfallswinkels der Sonnenstrahlung so wenig Strahlungswärme auf, dass sie ab- kühlen. Im Frühjahr erwärmt sich die Luft über Südeuropa und Afrika aufgrund der un- terschiedlichen Intensität der Sonnenstrah- lung schneller als über Nordeuropa und dem Meer. Durch die entstehenden Temperaturge- fälle ist die Luft bestrebt dies auszugleichen und es kommt an der Grenze, die sich im April gerade über Mitteleuropa befindet, zu sehr häufigen Wetterwechseln. Die warme Luft (sehr trocken) aus dem Süden vermischt sich mit der kalten Luft (mit Feuchtigkeit) aus dem Norden. Auf dem Fest- land wird die kalte Luft nun erwärmt und steigt dadurch auf. Dabei entstehen Wolken. In höheren Luftschichten befindet sich jedoch die warme Luft aus dem Süden, die daraufhin absinkt. Dabei erwärmt sie sich weiter und löst schon vorhandene Wolken wieder auf. So entsteht das typische Aprilwetter: Kurze Schauer, kräftiger Wind und teilweise wolkenfreie Tage.

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