VOLLMOND 2-2025
6 VOLLMOND 2/2025 AKTUELLES aus dem Mondseeland W elche Eltern kennen das Pro- blem nicht? Salopp ausge- drückt: Das Handy hat vom Kind Besitz ergriffen. Wie reagieren? Ver- bieten? Benutzungszeiten einschrän- ken? Der Sache völlig freien Lauf lassen und darauf hoffen, dass von selbst eine Lösung daher kommt? Dabei ist es gar nicht so schwer, dem Problem Herr zu werden. Behauptet Christoph Iglhauser aus Thalgau. Die Jury beim Speaker Slam in Wiesbaden konnte er davon über- zeugen. Das ist weltweit einer der be- deutendsten Redewettbewerbe und Iglhauser schaffte es hier nicht nur ins Finale, sondern wurde letzt- endlich auch noch mit dem Ex- cellence Award ausgezeichnet. Vier Minuten haben die Teil- nehmer Zeit, um die Jury zu überzeugen. In dieser Zeit ist es Iglhauser gelungen eine Lösung für das Problem zu finden und hat mit seinem Vortrag begeistert. Wie aber funktioniert es in der Pra- xis? Christoph Iglhauser hat sich gemein- sam mit seinem elfjährigen Sohn auf die Suche nach einer Lösung ge- macht, die für beide Seiten passt. „Das wichtigste dabei ist Zeit und Aufmerksamkeit. Ich spreche je- den Tag mit meinem Sohn mindes- tens eine Viertelstunde lang über die Verwendung seines Smartphones und zeige ihm vor allem nützliche Dinge, die man damit machen kann.“ Und der junge Mann hält sich immer daran? Iglhauser: „Er versucht es zumin- dest. Natürlich klappt es nicht im- mer. Es läuft halt so ab, wie in allen Bereichen der Erziehung.“ Wäre es nicht besser, so manche El- tern zu erziehen? Wenn man sich umschaut, wird das Handy ja schon oft in den Kinderwagen gereicht, um die Kinder ruhig zu stellen. Iglhauser: „Natürlich beginnt schon hier das Problem. Das Smartphone ist allgegenwärtig und steht bei vie- len Menschen im Lebensmittelpunkt. Um die Problematik bewusster zu machen, habe ich jetzt ein Buch mit dem Titel „Früher Handy-Wahnsinn – Genialer Schachzug oder verant- wortungsloses Versagen?“ geschrie- ben. Es wird im Herbst erscheinen und soll ein Leitfaden für Eltern sein.“ Wie sehr uns das Smartphone inzwi- schen beeinflusst, bringt Christoph Iglhauser mit einem einzigen Satz auf den Punkt: „Ein Tag mit dem Smart- phone beschert uns mehr Reize, als ein Bauer im Mittelalter in seinem ganzen Leben hatte.“ In vier Minuten eine Lösung gegen die Handy-Sucht der Kinder? Ferienwoche für junge Forscher W ie wäre es mit einer kreativen Woche in den Ferien mit Filme machen, Roboter programmieren und in die bunte Welt der Technik einzutauchen? Die Leaderre- gion Fuschlsee-Mondseeland macht das für Mädchen und Buben ab acht Jahren vom 21. bis zum 25. Juli möglich. Geforscht und experimen- tiert wird in der Volksschule in Tiefgraben, die Teilnahme kostet 150 Euro. Mehr Infos und Anmeldung unter der Telefonnummer 0664/8262715 oder fbzmond- seeland@ooe.familienbund.at
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