VOLLMOND 2-2026
10 VOLLMOND 2/2026 REPORTAGE aus dem Mondseeland Heinz Wasenegger in seiner kleinen Sternwarte in Hintersee. Seit sechs Jahren fotografiert er von hier aus Objekte wie den Orion- nebel oder die Andromedagalaxie. Suche nach dem Farbenmeer am tiefschwarzen Nachthimmel W enn wir in den Nachthimmel schauen, ist er kohlrabenschwarz mit un- zählig vielen mehr oder weniger glitzernden Sternen. Wenn Heinz Wa- senegger in den Himmel schaut, taucht er ein in ein Farbenmeer, das keine Grenzen zu kennen scheint. Freilich, so ganz einfach ist auch für den Heinz dieser Besuch in einer ganz anderen Welt nicht. H einz Wasenegger ist Hobby-Astronom. Mit einem kleinen Observatorium in Lämmerbach. Das ist prak- tisch der hinterste Winkel von Hintersee. Hier ist die Luft klar, die Nacht stockraben- finster und störende Licht- quellen gibt es nicht. Dazu hält der Wind das Tal von Ne- bel frei. Ideale Bedingungen zum Beobachten der Sterne. Nur durch das Teleskop zu schauen, genügte Waseneg- ger aber bald nicht mehr und er begann damit, die Him- melserscheinungen auch zu fotografieren. Erst laienhaft, dann immer professioneller und inzwischen sind seine Bilder kaum mehr von jenen Fotos zu unterscheiden, die in den besten Sternwarten der Welt aufgenommen werden. Bis hierher war es aber ein weiter Weg. „Ich habe ja praktisch bei null begonnen und mir das Wissen selbst an- geeignet“, erzählt Heinz Wa- senegger und erinnert sich an seine ersten Bilder, die in der Coronazeit entstanden. Die Herausforderung dabei ist, dass die begehrten Motive der Astro-Fotografen mit frei- em Auge nicht zu sehen sind und nur über die genaue Ein- gabe der Koordinaten gefun- den werden können. Und erst nach langen Belichtungszei- ten entstehen vom Orionnebel oder der Andromedagalaxie so wunderschöne Bilder, wie jene, die noch bis zum 7. Ap- ril im Kulturzentrum KUBIQ in Thalgau zu bewundern sind. Am Computer im „Sternen- stüberl“ entsteht das endgül- tige Bild.
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