VOLLMOND 3-2018

PLANEN, BAUEN, WOHNEN IM MONDSEELAND Juni 2018 W er ein neues Haus baut, möchte es zukunftssicher planen. UmWasser zu sparen kann neben der Trinkwasserverrohrung im Haus ein zweites Leitungs- netz vorgesehen werden, das ausschließlich für Regen- wasser bestimmt ist. Das Regenwasser nutzen Der zusätzliche Aufwand hierfür ist in einem Neubau vergleichsweise gering, der dauerhafte Nutzen dagegen hoch: Nahezu die Hälfte des Trinkwasserbedarfs kann ein- spart werden, wenn Regenwas- ser überall dort eingesetzt wird, wo keine Trinkwasserqualität notwendig ist. WC und Waschmaschine Folgende Verbraucher lassen sich ohne Einschränkungen mit Regenwasser betreiben: die Toilettenspülung, die Be- wässerung des Gartens und die Waschmaschine. Untersuchun- gen haben gezeigt, dass es beim Wäschewaschen selbst bei niedrigen Temperaturen keine hygienischen Probleme gibt. Eine Regenwasserleitung zur Waschmaschine im Waschkel- ler oder Hauswirtschaftsraum sowie zum Gartenwasserhahn lässt sich oft einfach über Putz verlegen, wenn sie nicht durch Wohnräume geleitet werden muss. Die Leitungen für den Anschluss der WC-Spülung verlegt man in aller Regel unter Putz, was im Neubau aber recht einfach einzuplanen ist. Sichere Versorgung mit Wasser Zentrales Element für die Re- genwassernutzung ist eine un- terirdisch eingebaute Zisterne. Sie kann aber auch im Keller als Innenspeicher untergebracht sein, in der Regel wird sie aus Platzgründen aber eher unter dem Gartenboden, unter der Garage oder unter einer Einfahrt eingebaut. Mit Technikpaketen bieten verschiedene Hersteller alles, was man zur Filterung, Lagerung und Versorgung der Anschlüsse über eine Pumpe benötigt. Und wenn im Sommer tatsächlich einmal zu wenig Re- gen fällt, um alle Verbraucher im Haus zu versorgen, dann werden Waschmaschine und WC dennoch sicher versorgt. Denn in diesen Fällen, die es bei richtiger Dimensionierung des Regenwassertanks nur sel- ten gibt, sorgt das Regenwas- sersystem automatisch für die Nachspeisung mit Trinkwasser aus der Leitung. Mehr Geld für die Familie in der Haushaltskasse: Wer Regenwas- ser nutzt, muss nicht mit dem frischen Nass geizen. Bild: djd

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