VOLLMOND 3-2026

Großer Brachvogel ( Numenius arquata ) n Vogelart aus der Familie der Schnepfenvögel n vom Aussterben bedroht n erwachsener Vogel 50 bis 60 cm groß und wiegt 600 bis 1000 Gramm n charakteristisches Kenn- zeichen: langer und nach unten gekrümmter Schna- bel. Färbung unscheinbar, perfekt getarnt um sich in der flachen Landschaft zu verstecken n Brüten in Mooren und Feuchtwiesen, zum Beispiel im Naturschutzgebiet Irrsee Nordmoor n Nest besteht aus flacher Mulde auf dem Boden, die spärlich mit getrocknetem Gras oder Moos gepolstert ist. Drei bis fünf Eier pro Nest, sie sind hellgrün, olivgrün mit kleinen, relativ dunklen Flecken gesprenkelt n Küken sind Nestflüchter, sie sind auf lockere, nicht zu hohe Vegetation angewiesen n nach fünf bis sechs Wo- chen sind sie flügge n Nahrung: Insekten, Würmer, Schne- cken, die sie mit ihrem langen Schnabel auf und im Boden stochernd suchen. Der Schna- bel dient auch als Pinzette um Schnecken und Muscheln aus ihren Schalen zu ziehen. n Stimme ist ein lauter, sehr melodisch klingender, weh- mütiger Ruf, der wie „kuri li“ klingt. Zur Brutreviermarkie- rung singen die Männchen ei- ne flötende und trillernde Stro- phe. Beim Fliegen geben sie ein „tlüih“ und bei Erregung ein „tüi-tüi-tüi“ von sich. n Der französische Kom- ponist Olivier Messiaen hat dem großen Brachvo- gel den letzten Satz seines 13-teiligen Klavierzyklus Catalogue d´oiseaux ge- widmet und den darin typi- schen Ruf gut erkennbar in Szene gesetzt. n Der große Brachvogel ist das Wappentier der Gemeinde Oberhofen. NATUR im Mondseeland Großer Brachvogel Bild: Albert Moser 8 VOLLMOND 3/2026

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