VOLLMOND 5-2020
VOLLMOND 5/2020 31 Solche Daten interessieren den Franz jetzt in der Praxis eigentlich weniger. Wenn er sich auf den Weg macht, geht es umAugenblickswahrnehmungen oder die Suche nach alten Wurzeln. Es geht um Entschleunigung und um die Kunst, hinter jeder Kurve oder jedem Baum ein kleines Wunder zu entdecken. Franz Wendl kann das seit mehr als 25 Jahren. Genauer gesagt, seit seinem 50. Geburts- tag. Weil mit diesem Stichtag hat er sein Leben gänzlich umgekrempelt. Bis dort- hin war er ein Szenewirt in Mondsee. In seiner Rösslbar ging es hoch her, jede Nacht wurde durchgefeiert. Zum 50. Geburtstag schnappte sich Franz Wendl ein Fahrrad und seinen Fotoapparat und strampelte schnur- stracks nach Assisi. Seither hat Wendl nicht nur unzählige Reisen unternommen, sondern ist auch zu einem wahren Meister der Fotogra- fie geworden. Zu seinen Reisevorträgen sind die Menschen in Scharen geströmt, obwohl Wendl dabei gänzlich ohne Wor- te auskommt. Er lässt einfach die Bilder für sich sprechen ... nes Spuren
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