VOLLMOND 6-2017
Dezember LOKALAUGENSCHEIN IM MONDSEELAND Eigentlich wäre ja Ruhetag beim Troadkast´n gewesen. Aber die sechs Musiker von So&So brachten ordentlich Schwung in den Saal. Bild: Rule Eine Wirtshauskapelle, die den Bogen von „Humtata“ bis Vivaldi spannt S ie nennen sich einfach nur So&So und wollen nicht mehr sein als eine Wirtshauskapelle. Fünf Musi- ker kommen aus Bayern, der sechste ist ein Pinzgauer und als „Quoten-Ösi“ mit von der Partie. Ihre Instrumente beste- hen aus Blech, sieht man von einer Ziehharmonika und einer Gitarre ab und ihr Repertoire ist weit gesteckt. Vom klassischen Bierzelt „Humtata“ bis Vivaldi. Von der mitreißenden Polka bis zum einschmeichelnden Wal- zer. Dazwischen jede Menge Freiraum für Selbstkompo- niertes, für schräg Arrangiertes oder unerwartet Interpretiertes. Was jetzt alles doch ein bis- serl nach Hemdsärmligkeit und Zufallsprinzip klingt, ist in Wirklichkeit feine Musik, gespielt von absoluten Profis. Weil die Burschen von So&So sind auch noch anderswo am Werke. Spielen bei Orchestern und bei bekannten Bands. Und das ist auch schon die Krux, unter der die Formation So&So leidet. „Wir sehen uns einfach zu selten, um gemeinsam zu spielen. Das wollten wir än- dern und deshalb haben wir diese Wirtshaustour gestartet“, haben die Musiker bei ihrem zweiten Konzert dieser zehntä- gigen Tour erzählt. Das war im Troadkast´n in Oberhofen. Ein Musikerwirtshaus der urigsten Klasse und mit einem Chef, der selbst begnadeter Musiker ist und viele Jahre lang mit seiner Showband „die Salzburger“ in ganz Europa für beste Stim- mung sorgte. Und der extra an einem Ruhetag sein Wirtshaus aufgesperrt hat, um So&So eine Bühne zu geben und den Musikfans einen besonderen Leckerbissen zu servieren. Fünf Bayern und ein „Quoten- Ösi“ fühlen sich auf der Wirtshaus- bühne so richtig wohl Blasmusik vom Feinsten bieten So&So bei ihren Auftritten
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