VOLLMOND 6-2019

KULTUR IM MONDSEELAND T rotz allem: Leicht dürfte Bernhard Iglhauser der Ab- schied als Thalgauer Bildungswerkleiter nach 22 Jahren nicht gefallen sein. Dass der Igel auf der Einlandungs- karte zum großen Fest einige Tränen verdrückt, hatte wohl mehr als nur Symbolcharakter. Wenn Bernhard Iglhauser etwas anpackt, dann gleich ordentlich. Und wenn er sich dazu entschließt eine Chronik zu schreiben, dann liegen nach zwei Jahren intensivster Arbeit plötzlich zwei Bücher da. Jedes 600 Seiten stark, zusammen fünfeinhalb Kilo schwer. Was da drinnen steht? Penibel auf- gearbeitet die Arbeit des Bern- hard Iglhausers, dokumentiert durch tausende von Zeitungs- artikeln. Der Bogen spannt sich dabei von seinen ersten Aktivi- täten als Umweltbeauftragter der Gemeinde über seinen un- ermüdlichen Kampf gegen das Aussterben alter Obstsorten bis hin zum Organisator des Mu- sikfestival Wartenfelser Gold- brünnlein, das sich europaweit bei den Fans der Folk-Rock- Musik einen hervorragenden Namen gemacht hat. So ist es auch kein Wunder, dass Bernhard Iglhauser bei seiner großen Abschiedsga- la und Buchpräsentation den Schatz des Goldbrünnleins noch einmal ganz besonders funkeln ließ und dazu „Water & Sand“ auf die Bühne bat. Diese Formation hatte sich vor Wenn ein Igel Tränen weint gut zwei Jahren erstmals in der aktuellen Besetzung in Thal- gau zu einem Konzert zusam- mengefunden und tourt seither erfolgreich durch die Welt der Folk-Rock-Musik. Mag der Ig(e)l(hauser) bei seinem Abschied auch eine Träne im Knopfloch getragen haben, ist diese längst ab- gewischt. Weil der Bernhard braucht einen klaren Blick. Für seine ganz persönliche Chro- nik, an der er bereits zu schrei- ben begonnen hat … Rupert Lenzenweger „22 Bildungswochen sind genug“, sagte sich DDr. Bernhard Iglhauser und ging mit einer Träne im Knopfloch Bürgermeister Johann Grubinger bei seiner Laudatio für den scheidenen Bildungswerkleiter DDr. Bernhard Iglhauser.

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