{"id":1896,"date":"2019-04-20T06:00:54","date_gmt":"2019-04-20T04:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/?p=1896"},"modified":"2019-04-19T20:33:31","modified_gmt":"2019-04-19T18:33:31","slug":"besondere-osterbraeuche-in-salzburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/besondere-osterbraeuche-in-salzburg\/","title":{"rendered":"Besondere Osterbr\u00e4uche in Salzburg"},"content":{"rendered":"\n<p>Kaum eine Zeit steckt in Salzburg so\nvoller Br\u00e4uche und Traditionen wie Ostern. Viele werden gepflegt und\ngehegt, so mancher ist selbst noch als Erwachsener beleidigt, wenn er\nkein Osternesterl suchen darf. Wir haben in den Archiven sowie\nBrauchtumsb\u00fcchern gest\u00f6bert und die zehn sch\u00f6nsten Osterbr\u00e4uche\nund Traditionen in Salzburg zusammengestellt. Besonderes wie\nGebildebrote, Antla\u00dfeier und brennende Baumschw\u00e4mme, aber auch\nGonesrennen, wachende Sch\u00fctzen und Godngeschenke \u2013 das alles\nfindet man in Salzburg w\u00e4hrend der Osterfeiertage.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Wache am Heiligen Grab:<\/strong> In der Pfarrkirche Gr\u00f6dig stehen die Sch\u00fctzen am Heiligen Grab Wache. Heuer am Karsamstag von 15 bis 19 Uhr.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gebildebrote: <\/strong>Das ist nichts anderes als von Hand geformtes Brot, in Salzburg hat es zu Ostern viele Formen, als Osterpinze aus Germteig, als \u201eOsterfleck\u201c im Pinzgau, kranzf\u00f6rmig mit einem Ei in der Mitte. Von den \u201eGodnleit\u201c, also den Taufpaten, bekommt man genau das zu Ostern geschenkt. Zum Gebildebrot geh\u00f6rt auch die Breze, die man am Palmbuschen findet.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Osternesterl und das Suchen: <\/strong>Das freut nat\u00fcrlich am meisten die Kinder, aber auch die Erwachsenen. Die meist s\u00fc\u00dfe \u00dcberraschung muss am Ostersonntag \u201everdient\u201c, sprich gesucht werden. Der Inhalt: Schokohase, Schokoeier, gef\u00e4rbte Eier und neuerdings meist auch ein kleines Geschenk.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Oster- oder Weihkorb:<\/strong> Die meisten Familien haben ihre eigene Tradition, was genau hineingeh\u00f6rt. Fixbestandteile sind aber gef\u00e4rbte Eier, Schinken, Speck oder Geselchtes, ein gebackenes, s\u00fc\u00dfes Osterlamm, Salz, Krenwurzn, oft auch selbstgebackenes Brot. Geweiht werden die Speisen entweder in der Osternacht, also am Karsamstag, oder am Ostersonntag.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Osterei:<\/strong> Es ist allgegenw\u00e4rtig in diesen Tagen, besonders die rot gef\u00e4rbten stehen f\u00fcr Neubeginn und Auferstehung. Ob der Hase sie nur bringt oder auch legt, das besch\u00e4ftigt die Kinder, aber eines steht fest: Die Art, sie zu f\u00e4rben und zu verzieren, ist vielf\u00e4ltig. Die Eier werden gekratzt, ausgeblasen oder auch nicht, einf\u00e4rbig oder bunt, mit Pickerl oder ohne. In Salzburg besonders beliebt ist das mit Zwiebelschalen (Zwiefeschoin) gef\u00e4rbte Ei. Um sch\u00f6ne Muster zu erzeugen, werden \u201eKr\u00e4uter\u201c, Innergebirg \u201eOa-Kreitl\u201c genannt, gesammelt. Es sind oft die ersten gr\u00fcnen Gr\u00e4ser, die im Fr\u00fchling wachsen, die hier zwischen Ei- und Zwiebelschale kommen, um die Muster zu bilden.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Antla\u00dfei:<\/strong> Das wird am Gr\u00fcndonnerstag, Karfreitag oder Karsamstag gelegt. Der Name kommt von \u201eAblass\u201c, also Entlastung. Schwere S\u00fcnder durften fr\u00fcher erstmals am Gr\u00fcndonnerstag wieder in die Kirche. Diese Eier sch\u00fctzen vor Feuer und Blitzschlag, ihre geriebenen Schalen bekommen die H\u00fchner zu fressen, damit sie weiter brav legen.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eierwerfen:<\/strong> Ein geweihtes Ei, oder auch nur dessen Schale, bringt Gl\u00fcck, bewahrt vor Krankheiten und Unheil. Im Lungau und Flachgau werden die Exemplare aus dem Weihkorb, meist das Antla\u00dfei, auch \u00fcbers Haus geworfen, um es vor Unwettern und Blitzschlag zu bewahren. \u00c4hnliches bewirkt auch der geweihte Palmbuschen, der aufs Feld gesteckt eine gute und sichere Ernte bringen soll, aber auch am Dachboden oder unter dem Giebel des Hauses platziert wird, um das Haus zu sch\u00fctzen. Auch Wildb\u00e4che werden so \u201emilde\u201c gestimmt.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gonesrennen: <\/strong>Wieder etwas typisch Lungauerisches. \u201eGones\u201c steht f\u00fcr den G\u00e4nserich, das Rennen ist ein Fangenspiel, zu dem sich junge Leute am Ostermontag treffen. Kompliziert zu erkl\u00e4ren, da muss man fast dabei gewesen sein.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Osterfeuer:<\/strong> Die werden im Lungau in der Osternacht, also von Karsamstag auf den Ostersonntag abgebrannt. Die hoch gezimmerten Holzstapel und die Entz\u00fcndung derer sind ein Symbol f\u00fcr Licht und sozusagen die gro\u00dfe Version der Flamme der geweihten Osterkerze.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schwammbrennen:<\/strong> In vielen Orten ist es \u00fcblich, das geweihte Feuer von der Osterkerze mit nach Hause zu nehmen. Daf\u00fcr haben die Unkener eine ganz besondere Methode. Getrocknete Baumschw\u00e4mme werden an einem Draht befestigt, am Feuer entz\u00fcndet und schwingend nach Hause getragen.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum eine Zeit steckt in Salzburg so voller Br\u00e4uche und Traditionen wie Ostern. 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