{"id":3076,"date":"2020-07-01T11:39:02","date_gmt":"2020-07-01T09:39:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/?p=3076"},"modified":"2020-07-01T11:39:05","modified_gmt":"2020-07-01T09:39:05","slug":"salzburg-setzt-auf-regionale-staerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/salzburg-setzt-auf-regionale-staerken\/","title":{"rendered":"Salzburg setzt auf regionale St\u00e4rken"},"content":{"rendered":"\n<p>Zwei Schwerpunkte wurden bei der\n\u00dcbergabe des Vorsitzes der Landesagrarreferenten von Ober\u00f6sterreich\nan Salzburg fixiert: \u201eDie \u00dcbergangsjahre bis zur neuen Festlegung\nder EU-Agrarf\u00f6rderung im Jahr 2023, das hei\u00dft Berechenbarkeit und\nPlanbarkeit f\u00fcr unsere b\u00e4uerlichen Betriebe und die St\u00e4rkung der\nregionalen Lebensmittelproduktion\u201c, so Landesrat Josef Schwaiger.\nSalzburg \u00fcbernahm in Berndorf von Ober\u00f6sterreich den Vorsitz der\nLandesagrarreferenten-Konferenz.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein kleines, aber feines Geschenk mit\nregionalen Produkten der Marke \u201eSalzburg schmeckt\u201c \u00fcberreichte\nLR Josef Schwaiger an seinen ober\u00f6sterreichischen Amtskollegen Max\nHiegelsberger zur Vorsitz\u00fcbergabe in Berndorf und auch an Salzburgs\nLWK-Pr\u00e4sident Rupert Quehenberger (hinten).<\/p>\n\n\n\n<p>In einer kleinen Zeremonie in Berndorf\nging der Vorsitz turnusm\u00e4\u00dfig von Landesrat Maximilian Hiegelsberger\n(Ober\u00f6sterreich) an Landesrat Josef Schwaiger (Salzburg). Welche\nSchwerpunkte Salzburg setzen will, das stellte Schwaiger bei einem\nPressegespr\u00e4ch klar.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbstversorger sind unabh\u00e4ngig<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie F\u00e4higkeit zur Selbstversorgung\nmit Lebensmitteln hat oberste Priorit\u00e4t. Wenn wir nicht selber\nproduzieren, was wir zum Leben brauchen, machen wir uns abh\u00e4ngig von\nanderen L\u00e4ndern. Die Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t ist und bleibt\nHauptaufgabe unserer heimischen Landwirtschaft. Das haben wir in den\nvergangenen Monaten aufgrund der Coronavirus-Pandemie besonders\ndeutlich gesehen\u201c, betont Salzburgs Landesrat Josef Schwaiger und\nf\u00fcgt hinzu: \u201eGenau deswegen machen wir nicht nur, aber vor allem\nin den kommenden Monaten die regionalen Produkte zum Schwerpunkt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Bestehende Ma\u00dfnahmen f\u00fcr neues Geld<\/p>\n\n\n\n<p>Einer der wichtigsten Punkte f\u00fcr\nSchwaiger ist, der Landwirtschaft Planungssicherheit f\u00fcr die\nkommenden beiden Jahre zu geben. \u201eDie Jahre 2021 und 2022 sind\n\u00dcbergangsjahre, da sich die neuen Richtlinien der EU-Kommission bis\n2023 verz\u00f6gern werden. Die L\u00f6sung sieht vor, dass die bestehenden\nMa\u00dfnahmen im Umweltprogramm \u00fcbernommen werden, finanziert aber\nbereits aus dem mehrj\u00e4hrigen Finanzrahmen der EU-Kommission, der von\n2021 bis 2027 gilt. Die Landwirte k\u00f6nnen noch im Herbst die\nVerl\u00e4ngerung beantragen. Was jedoch die Rahmenbedingungen f\u00fcr das\nzuk\u00fcnftige Investitionsprogramm f\u00fcr unsere b\u00e4uerlichen Betriebe\nbetrifft, muss bis Herbst \u00f6sterreichintern abgestimmt werden\u201c,\nerkl\u00e4rt Schwaiger.<\/p>\n\n\n\n<p>Ressourcenschonende Umbauma\u00dfnahmen<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch gehe jedenfalls davon aus, dass\neine praktikable und vern\u00fcnftige \u00dcbergangsl\u00f6sung f\u00fcr beide Jahre\ngeschaffen wird. Zuk\u00fcnftig w\u00fcnsche ich mir eine st\u00e4rkere\nUnterst\u00fctzung f\u00fcr ressourcenschonende Umbauma\u00dfnahmen f\u00fcr\nbestehende landwirtschaftliche Geb\u00e4ude. Diese sind meist mit weniger\nBodenverbrauch und einem geringeren Einsatz von finanziellen Mitteln\nverbunden und leisten bez\u00fcglich Tierwohl und Arbeitserleichterung\neinen ebenso gro\u00dfen Schritt nach vorne\u201c, betont Schwaiger.<\/p>\n\n\n\n<p>R\u00fcckblick im ersten Halbjahr &#8211;\nheimische Lebensmittel in den \u00f6ffentlichen K\u00fcchen<\/p>\n\n\n\n<p>Alle neun Agrarreferenten haben sich\nbei der Konferenz Anfang Juni auf Initiative von Landesrat Max\nHiegelsberger darauf verst\u00e4ndigt, die Bundesregierung in ihrem\nBem\u00fchen um mehr Regionalit\u00e4t in der \u00f6ffentlichen Beschaffung mit\nvoller Kraft zu unterst\u00fctzen. \u201eRegionale Lebensmittelbeschaffung\nwird ein wesentlicher Baustein zur Sicherung der heimischen\nLebensmittelproduktion sein. Als \u00f6ffentlicher Sektor m\u00f6chten wir\nunserer Vorbildwirkung nachkommen und alle M\u00f6glichkeiten f\u00fcr mehr\nheimische Lebensmittel und der Unterst\u00fctzung regionaler Lieferanten\naussch\u00f6pfen\u201c, betont Hiegelsberger. Besonders in den l\u00e4ndlichen\nRegionen sei die Landwirtschaft mit ihren vor- und nachgelagerten\nSektoren ein wichtiger Wirtschaftsmotor. Investitionen in diesem\nBereich w\u00fcrden das gesamte Land st\u00e4rken. \u201eSchlussendlich weisen\nregionale Lebensmittel in \u00d6sterreich aufgrund der naturvertr\u00e4glichen\nHerstellung und der kurzen Transportdistanzen eine sehr positive\n\u00d6kobilanz auf. Der verst\u00e4rkte Absatz regionaler Lebensmittel wirkt\nsich somit mehrfach positiv aus\u201c, f\u00fcgt Amtskollege Schwaiger\nhinzu.<\/p>\n\n\n\n<p>Corona: Selbstversorgung hat an\nBedeutung gewonnen<\/p>\n\n\n\n<p>Die St\u00e4rkung der\nLebensmittel-Selbstversorgung hat aufgrund der Corona-Pandemie an\nBedeutung gewonnen. Darin waren und sind sich die Agrarreferenten\nSchwaiger und Hiegelsberger einig. Erreicht werden soll dies durch\nInvestitionsanreize zur weiteren Modernisierung der Betriebe, durch\nnoch mehr Direktvermarktung und durch Aufrechterhaltung der\nfl\u00e4chendeckenden Landwirtschaft bei gleichzeitig weniger\nFl\u00e4chenverbrauch.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispiel SalzburgerLand\nHerkunftszertifikat<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Initiative wurde 2019 gemeinsam\nvon Landesrat Schwaiger und Landwirtschaftskammerpr\u00e4sident Rupert\nQuehenberger ins Leben gerufen und macht die Salzburger Lebensmittel\nim Handel bereits nach einem Jahr sichtbar. Mittlerweile nehmen rund\n130 Salzburger Produzenten mit 800 zertifizierten Produkten teil.\n\u201eRegionalit\u00e4t bedeutet Klimaschutz, und deshalb ist es umso\nwichtiger, dass Konsumenten klar erkennen k\u00f6nnen, woher die\nLebensmittel stammen\u201c, betont Pr\u00e4sident Quehenberger von der\nLandwirtschaftskammer Salzburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr Fokus auf Ern\u00e4hrungssicherheit\nbei \u201eGreen Deal\u201c der EU-Kommission<\/p>\n\n\n\n<p>Weiters besch\u00e4ftigten sich die\nAgrarreferenten mit dem \u201eGreen Deal\u201c der Europ\u00e4ischen\nKommission. Ziel dabei ist es, den Klimawandel zu bek\u00e4mpfen und\nEuropa bis 2050 zum weltweit ersten klimaneutralen Kontinent zu\nmachen. Mit dem \u201eGreen Deal\u201c sehen die Bundesl\u00e4nder vor allem\ndie Chance, regionale Lebensmittel zu st\u00e4rken. \u201eMehr in den Fokus\nmuss jedoch die Ern\u00e4hrungssicherheit r\u00fccken. Das steht derzeit beim\nGreen Deal nicht im Vordergrund\u201c, hebt Schwaiger hervor und er f\u00fcgt\nhinzu: \u201eEinige Mitgliedsstaaten haben durch Biolandbau und\nUmweltprogramme bereits gro\u00dfe Vorleistungen hin zu einer noch\nnachhaltigeren Land- und Forstwirtschaft unternommen. Diese m\u00fcssen\nunbedingt durch die Kommission anerkannt und auch finanziell\nabgegolten werden. W\u00e4hrend im Binnenmarkt die Standards erh\u00f6ht\nwerden, wird der Import aus L\u00e4ndern mit deutlich niedrigeren\nStandards erm\u00f6glicht. Das gef\u00e4hrdet die Existenz der b\u00e4uerlichen\nFamilien und dr\u00e4ngt die europ\u00e4ische Agrarproduktion in L\u00e4nder mit\nfragw\u00fcrdigen Produktionsbedingungen.\u201c Die\nWirkungsfolgenabsch\u00e4tzung der \u201eFarm to Fork\u201c-Strategie f\u00fcr die\nLandwirtschaft sei dringend erforderlich\u201c, sind sich die beiden\nAgrar-Landesr\u00e4te aus Salzburg und Ober\u00f6sterreich einig.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00f6here Standards nur bei geeignetem\nAu\u00dfenschutz<\/p>\n\n\n\n<p>Auch umweltgerechte Landwirtschaft\nwollen die Agrarlandesr\u00e4te weiter sinnvoll ausbauen. \u201eDabei d\u00fcrfen\nwir keinesfalls die systemrelevante heimische Lebensmittelproduktion\ngef\u00e4hrden\u201c, so Schwaiger. Und weiter: \u201eH\u00f6here Standards kommen\nnur in Frage, wenn ein geeigneter Au\u00dfenschutz gegen\u00fcber\nDrittstaaten gew\u00e4hrleistet ist. Ansonsten lagern wir unsere\nLebensmittelproduktion in Drittl\u00e4nder aus, weil wir nicht mehr\nkonkurrenzf\u00e4hig sind. Auch Z\u00f6lle auf Lebensmittel, die nicht nach\nEU-Standards produziert sind, m\u00fcssen dabei ernsthaft mit\u00fcberlegt\nwerden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter an Klimaschutz und Biodiversit\u00e4t\narbeiten<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Thema Klima- und Umweltschutz\nsehen sich die beiden Bundesl\u00e4nder \u00d6sterreich weiter als\ninternationale Vorreiter. Trotzdem soll weiter daran gearbeitet\nwerden, die Emissionen zu senken. Die Biodiversit\u00e4t soll\ninsbesondere auch durch den Erhalt der Almwirtschaft gest\u00e4rkt\nwerden. \u201eDerzeit weiden im Bundesland Salzburg aufgrund der\naktuellen Wolfsproblematik auf einigen Almen keine Tiere mehr. Diese\nFl\u00e4chen verlieren dadurch ihre Artenvielfalt in einem dramatischen\nAusma\u00df\u201c, so Schwaiger abschlie\u00dfend. \n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Schwerpunkte wurden bei der \u00dcbergabe des Vorsitzes der Landesagrarreferenten von Ober\u00f6sterreich an Salzburg fixiert: \u201eDie \u00dcbergangsjahre bis zur neuen Festlegung der EU-Agrarf\u00f6rderung im Jahr 2023, das hei\u00dft Berechenbarkeit und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":3077,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","enabled":false}},"_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[14],"tags":[],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Landesagrar.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/paDzeQ-NC","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3076"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3076"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3076\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3078,"href":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3076\/revisions\/3078"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3077"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3076"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3076"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3076"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}