{"id":3641,"date":"2021-09-01T10:18:30","date_gmt":"2021-09-01T08:18:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/?p=3641"},"modified":"2021-09-01T10:18:34","modified_gmt":"2021-09-01T08:18:34","slug":"bienenschutzprojekt-abgeschlossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verlag-doppelpunkt.at\/flachgauTV\/bienenschutzprojekt-abgeschlossen\/","title":{"rendered":"Bienenschutzprojekt abgeschlossen"},"content":{"rendered":"<p>Im \u00d6sterreich-Bayerischen Grenzgebiet wurden von 2019 bis 2021 auf ausgew\u00e4hlten Fl\u00e4chen das Wildbienenvorkommen erhoben und Ma\u00dfnahmen zum Bienenschutz erarbeitet. Zum Abschluss des Projekts werden Empfehlungen an Grundeigent\u00fcmer:innen, Landwirt:innen und politische Entscheidungstr\u00e4ger:innen \u00fcbermittelt.<br \/>\nIm Projektgebiet wurden die Landschaft analysiert und vorkommende Wildbienenarten erhoben. Tr\u00e4ger des Projekts waren der Regionalverband Flachgau-Nord und die Bayerische Akademie f\u00fcr Naturschutz und Landschaftspflege. Das Institut f\u00fcr Biodiversit\u00e4tsinformation in Ebern hat die Kartierungen durchgef\u00fchrt. Im Rahmen des Projekts wurden 96 Wildbienenarten (63 Arten in Salzburg, 70 Arten in Bayern) aufgefunden. Dies entspricht in etwa 21 % bzw. 13 % aller registrierten Arten in den jeweiligen Regionen. F\u00fcr die untersuchten Fl\u00e4chen werden verschiedene strukturf\u00f6rdernde Ma\u00dfnahmen empfohlen: Insbesondere Stra\u00dfen- und Wegr\u00e4nder, Gr\u00e4ben, S\u00e4ume, Brachfl\u00e4chen, offene und sonnige Bodenstellen sowie Totholz k\u00f6nnen relativ einfach aufgewertet oder geschaffen werden. Weniger D\u00fcnger und eine extensive Mahd sind dabei wichtige Mittel.<br \/>\nPer Luftbild wurden die Gemeinden Oberndorf, B\u00fcrmoos, Dorfbeuern, G\u00f6ming, Nussdorf, Lamprechtshausen und, St. Georgen in \u00d6sterreich sowie Kirchansch\u00f6ring, Tittmoning, Fridolfing und Laufen in Deutschland in strukturreiche und strukturarme Bereiche eingeteilt. Ein wichtiges Ergebnis: Auf strukturreichen Fl\u00e4chen fanden sich etwa doppelt so viele Arten wie auf strukturarmen Fl\u00e4chen. Wie viele Wildbienen in einer Fl\u00e4che leben, h\u00e4ngt also stark von den vorkommenden Strukturen ab.<br \/>\nDie gewonnenen Erkenntnisse werden auf verschiedenen Wegen verbreitet: Die Ergebnisse werden an die B\u00fcrgermeister:innen innerhalb der EuRegio \u00fcbermittelt. Zu den Erhebungsfl\u00e4chen wird eine Exkursion f\u00fcr interessierte B\u00fcrgermeister:innen angeboten. Die beteiligten Landwirt:innen und Grundbesitzer:innen werden informiert.<br \/>\nAber auch innerhalb der Expert:innen-Szene wurden die gewonnenen Ergebnisse und empfohlenen Ma\u00dfnahmenunter anderem an das Projekt \u201eNatur in der Gemeinde\u201c des Landes Salzburg, die Biosph\u00e4renregion Berchtesgadener Land oder den Landschaftspflegeverband BGL weitergegeben und Ankn\u00fcpfungspunkte f\u00fcr weitere Projekte besprochen.<br \/>\n\u00dcber das EuRegio Kleinprojekt \u201eRegionen im Wandel \u2013 Mehr Raum f\u00fcr Best\u00e4uber\u201c<br \/>\nB\u00fcrgermeister Werner Fritz, Verbandsobmann, sieht gro\u00dfes Potential im Projekt: \u201eEs ist uns wichtig auf die Bedeutung von Wildbienen in der Region aufmerksam zu machen. Das Wissen um ihre Existenz in der eigenen Umgebung und die m\u00f6glichen Ma\u00dfnahmen, die jede\/r von uns leisten kann, sind die ersten Schritte auf diesem Weg.\u201c F\u00fcr die Projektpartner sind weitere Ziele, die Erfassung von Best\u00e4ubern wie Wildbienen fortzuf\u00fchren, die Begeisterung der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr den Insektenschutz zu wecken sowie wichtige Strukturen auf Landwirtschafts- und Gemeindefl\u00e4chen zu f\u00f6rdern. Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Regionalverbands Cathrine Maislinger, MA und Dr. Bernhard Hoi\u00df von der Bayerischen Akademie f\u00fcr Naturschutz und Landschaftspflege betonen besonders: \u201eDas Projekt hat gezeigt, dass die Strukturvielfalt auf den Erhebungsfl\u00e4chen die Wildbienenvorkommen stark beeinflusst. Einige der Individuen sind bereits auf der Roten Listen und unter anderem durch Monokulturen und intensive Nutzung in ihrem Lebensraum gef\u00e4hrdet. Neben der wissenschaftlichen Arbeit war uns in diesem Projekt jedoch auch wichtig konkrete Umsetzungsma\u00dfnahmen f\u00fcr die Praxis zu erarbeiten.\u201c Das Projekt wurde durch das EU-Programm Interreg Bayern-\u00d6sterreich 2014-2020 gef\u00f6rdert und mit 31. August 2021 abgeschlossen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im \u00d6sterreich-Bayerischen Grenzgebiet wurden von 2019 bis 2021 auf ausgew\u00e4hlten Fl\u00e4chen das Wildbienenvorkommen erhoben und Ma\u00dfnahmen zum Bienenschutz erarbeitet. 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