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FAHRTWIND „Grenzen gibt´s nur in den Köpfen“ Roland Brunnbauer bei seinem Flug vom Wiener Riesenrad aus 65 Meter Höhe. Bild: Adi Geisegger R oland Brunnbauer ist es als ersten Menschen der Welt gelungen, mit einem Gleitschirm von einem Riesenrad zu fliegen. „Grenzen existieren nur in den Köpfen“ ist ein Lebens- motto von Brunnbauer, der zu den besten Acro-Fliegern Österreichs gehört. Wie sind Sie auf die Idee ge- kommen, vom Riesenrad zu fliegen und wie lange hat es gedauert, bis es tatsächlich so weit war? Brunnbauer: Grundsätzlich bin ich immer auf der Su- che nach solchen Projekten. Die haben natürlich eine lan- ge Vorlaufzeit. Weil zunächst müssen alle Genehmigungen eingeholt werden. Das kann schon einmal auch ein Spieß- rutenlauf werden. Ich würde so eine Aktion aber nie ille- gal machen, weil ich damit nicht nur mir persönlich, son- dern auch dem Ansehen un- seres schönen Sportes scha- den würde. Sind alle gesetz- lichen Weichen gestellt, gilt es zu schauen, ob und wie so ein Flug überhaupt praktisch machbar ist. Den Flug vom Riesenrad konnte ich nur vor Betriebsbeginn im Prater ma- chen. Also bin ich schon um sechs Uhr auf der Gondel nach oben gefahren. Weil ich auf dem Dach des Waggons keinen Platz für einen Anlauf hatte, musste ich auf einen passenden Wind warten, der mir den Schirm nach einem Wurf schon im Stehen öffnet. Das ist mir beim dritten Ver- such gelungen. Der Rest war quasi ein Kinderspiel. Ich bin Das INTERVIEW nach einem schönen Flug auf der Kaiserwiesen gelandet, wo mich mein Team empfan- gen hat. Da drängt sich die Frage auf: Was ist als nächstes geplant? Brunnbauer: Das wollen alle immer wissen. Aber ich ver-

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