1-3
Das Airbound Team Roland Brunnbauer, Norbert Winkler und Max Martini bei einer Flugshow in der Türkei. Bild: Brunbauer Seit zwölf Jahren geht Roland Brunnbauer fast täglich in die Luft. Und das ist jetzt nicht sprichwörtlich gemeint. Bild: Adi Geisegger Synchronfliegen in höchster Perfektion. Roland Brunnbauer und Norbert Winkler wurden im Oktober vergangenen Jahres Vize-Weltmeister. Bild: Christian Wascher rate nichts, solange nicht al- les geklärt ist. Nur so viel: Ich habe einige Ideen und arbei- te auch schon an der Umset- zung. Grundsätzlich möchte ich ein Projekt pro Jahr ma- chen. Bis es aber so weit ist, bin ich mit meinem Airbound Team bei Flugshows und an- deren Veranstaltungen im Einsatz. Auch bei sportlichen Bewerben wie dem Weltcup oder bei Weltmeisterschaften werden wir wieder dabei sein. Bei Wettkämpfen sind Sie ja auch nicht ganz erfolglos. Brunnbauer: Stimmt. Im vergangenen Jahr bin ich ge- meinsam mit Norbert Winkler Zweiter bei den Weltmeister- schaften im Synchronflie- gen geworden. Außerdem ha- be ich mit Norbert Winkler und Max Martini erstmals das „kappenrelative“ Fliegen mit dem ACRO-Fliegen verbun- den. Wir können so einzigar- tige Flugzustände und Shows kreieren. Bei manchen Figu- ren sind wir sogar mit einem Gurt verbunden. Das erfor- dert nicht nur großes Können, sondern auch absolutes Ver- trauen in deinen Partner. Weil im Grund genommen bewe- gen wir uns immer am Rande der Physik und einige unse- rer Figuren sind nur dadurch möglich, indem wir gewisser- maßen ein kontrolliertes Ab- stürzen durchführen. Wann ist Ihre Begeisterung für das Paragleiten er- wacht? Brunnbauer: Ich habe 2013 mit 20 Jahren bei der Flug- schule in Mattsee einen ers- ten Schnupperkurs gemacht. Kurz danach habe ich einen Piloten gesehen, der mit dem Schirm einen Looping (Infi- nity Tumblings) geflogen ist. Mir war spontan klar, dass ich das auch machen möchte. Der Rest war dann Training, Trai- ning und nochmals Training und ich bin auch heute noch täglich in der Luft, wenn es das Wetter zulässt. Stimmt es, dass Sie nur wegen Ihres Sports nach Mondsee gekommen sind? Brunnbauer: Das ist rich- tig. Ich bin ursprünglich aus Raab im Innviertel. Von dort ist der Weg in ideale Flugge- biete doch ein relativ weiter und ich habe viel Zeit beim Autofahren vertan. So bin ich auf Mondsee gekommen. Der Ort ist schön und lebens- wert und die schönsten Flug- gebiete wie das Zwölferhorn, der Gaisberg oder Werfen- weng liegen direkt vor der Haustüre. Und jetzt lebe ich mit meiner Freundin Lean- dra, die übrigens auch Para- gleiterin ist, schon seit sechs Jahren in Mondsee. Wie sicher ist Paragleiten? Brunnbauer: Paragleiten ist eine der sichersten Sportar- ten, wenn man ein paar Re- geln beachtet. Aber das ist eigentlich überall so. Ganz wichtig ist es, auf das Wetter zu achten und im Zweifelsfall nicht zu fliegen. Außerdem muss in Österreich sowieso jeder Paragleiter eine Prüfung ablegen, bevor er fliegen darf. Da lernt man alles was man braucht, um sicher unterwegs zu sein. Ein Rettungsschirm ist auch stets mit dabei und der Schirm selbst muss im- mer wieder überprüft werden. Natürlich kann trotzdem et- was passieren, und das wird dann recht oft von den Me- dien breit getreten. Aber eine hundertprozentige Sicherheit gibt es bei keinem Sport. Üb- rigens: Österreich ist ein Pio- nierland des Paragleitens, hier liegt also mehr oder weniger die Wiege dieses Sports. Interview:RupertLenzenweger Ein ausführliches Interview und mehr Bilder und Videos finden Sie auf www.flachgau.tv im Bereich Sport.
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MTA1MzE0