DOPPELPUNKT August 2024
Politik im Flachgau August 2024 Seite 12 Neuer Ortschef: eine Bil Martina Berger, Schleedorf, 28 Jahre alt, unverheiratet, gebürtige Schleedorferin, ÖVP Was ist Ihr persönlicher Lieb- lingsplatz in der Gemeinde Schleedorf? Berger: „Mein schönster Ort ist die Kirchentreppe. Hier ist der Mittelpunkt der Gemeinde, an dem aufgrund der verkehrstechnischen Eng- Was ist Ihr persönlicher Lieb- lingsplatz in der Gemeinde? Egger: „Mein Lieblings- platz um den Alltag hinter mir zu lassen, befindet sich auf meiner Lieblingslaufrunde ins Wenger Moor. Bevor es ins Moor hinein geht, kannst du über den See bis hin ins Gebirge blicken, das ist je- des Mal einfach nur wunder- schön.“ David Egger- Kranzinger, Neumarkt, 37 Jahre alt, verheiratet, gebürtiger Neu- markter, Landespartei- vorsitzender der SPÖ Salzburg Was sind die größten Heraus- forderungen in den nächsten drei Jahren? Egger: „Die finanzielle Lage ist auch in Neumarkt, wie in fast allen Gemeinden, momentan angespannt. Noch schwieriger wird es, weil wir mit einigen großen Projekten in den nächsten Jahren kon- frontiert sein werden. Wir sind gerade dabei einen 10 bis stelle alles entschleunigt wird. Dieser Platz erdet mich.“ Was sind die größten Heraus- forderungen in den nächsten drei Jahren? Berger: „Wir starten ge- rade ein Großprojekt. Die Gemeinde Schleedorf hat bis jetzt keine Kleinkindbe- treuung, das muss geändert werden. Außerdem steht ein Ausbau des Kindergartens und eine Sanierung der Volks- schule an. Das allein ist schon sehr herausfordernd, aber die Einhaltung des Budgets er- schwert diese Projekte sehr.“ Bürgermeisterin ist ein Full- Time-Job, wie schaffen Sie es Privates und die Arbeit unter einen Hut zu bringen? Berger: „ Tatsächlich ist das ziemlich schwierig. Ich nehme das Bürgermeister- amt sehr ernst und führe es hauptberuflich aus. Daher habe ich haufenweise Termi- ne. Um auch noch ein Privat- leben zu haben, muss man da auf bewusstes Zeitma- nagement setzen, und freie Zeiten aktiv einplanen. Die wenigen Zeitfenster für mich selbst genieße ich dafür um- so mehr.“ Was war das Überraschend- ste in den ersten Amtstagen? Berger: „Ich habe von vie- len Schleedorfern kleine Auf- merksamkeiten bekommen, Grußkarten, Süßigkeiten, Blumen, Selbst gemachtes – das hat mich doch überrascht. Aber natürlich sehr gefreut – ich fühlte mich von Anfang an willkommen geheißen und unterstützt! So ein positiver Start in das neue Amt moti- viert natürlich zusätzlich.“ Wenn Sie sich selbst eine In- terviewfrage stellen müssten, welche wäre das? Berger: „Ich höre ganz oft: „Warum tust du dir das an?“ Darauf habe ich eine klare Antwort: ich tu mir nichts an, ich mache es aus Überzeu- gung und unglaublich gerne!“ 20 Jahresplan zu erstellen. Die wichtigsten Punkte werden die nächsten Jahre mit Sicher- heit die Sanierung des Strand- bades und der Ostbucht, die Sanierung der Volksschule und der Turnhalle, ein neuer Fußballplatz mit Eisstockhal- le und der Hochwasserschutz sein. Der Hochwasserschutz liegt mir persönlich besonders am Herzen, denn da geht es ganz klar um die Sicherheit der Bürger in der Gemeinde.“ Bürgermeister ist ein Full-Ti- me-Job, wie schaffen Sie es Familie und die Arbeit unter einen Hut zu bringen? Egger: „Ja, leider habe ich für meine Familie und Freun- de momentan wirklich ganz wenig Zeit. Gott sei Dank ha- ben sie viel Verständnis. Aber einen bis zwei Sonntage im Monat versuche ich terminfrei zu halten.“ Wenn Sie sich selbst eine In- terviewfrage stellen müssten welche wäre das? Egger: „Da fällt mir gleich eine Frage ein: „Wie glück- lich bist du in deinem Beruf?“ Und meine Antwort wäre ganz klar: Sehr glücklich. Auf einer Glücklichkeitsskala von 1 bis 10, hätte ich mit Sicher- heit ein 9,5. Natürlich kannst du es als Bürgermeister nicht immer allen recht machen. Aber es sind oft die kleinen Dinge die mich dann beson- ders freuen. Ein Beispiel, das mir in Erinnerung ist, war wie am Zeugnistag die Kinder mit mir vor der Schule abklatsch- ten und sich einfach freuten, dass sogar der Bürgermeister zur Zeugnisvergabe vorbei gekommen ist.“ Was war das Überraschends- te in den ersten Amtstagen? Egger: „Die vielen und so herzlich gemeinten Glück- wünsche, die auch drei Mo- nate nach der Wahl noch nicht abgerissen sind.“ Interviews: Elisabeth Dürnberger und Nicole Lenzenweger
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MTA1MzE0