DOPPELPUNKT August 2024
Politik im Flachgau Seite 13 August 2024 nz der ersten 100 Tage wird sicher herausfordernd. Generell ist es auch eine He- rausforderung, die Gemeinde kostendeckend zu führen.“ Bürgermeister ist ein Full- Time-Job, wie schaffen Sie es Familie und die Arbeit unter einen Hut zu bringen? Köllersberger: „Gerade am Anfang ist der ganze Ter- minkalender sehr voll. Ich ha- be schnell gemerkt, dass man sich Freiräume schaffen muss. Den Vergleich mit einem Akku finde ich sehr passend: damit er funktioniert, muss er regelmäßig aufgeladen wer- den. Um gut arbeiten zu kön- nen, brauche ich auch Aus- zeiten und versuche deshalb, einen Tag pro Woche keine Termine zu vereinbaren.“ Was war das Überraschends- te in den ersten Amtstagen? Köllersberger: „Eine rich- Was ist Ihr persönlicher Lieblingsplatz in der Ge- meinde Seeham? Altendorfer: „Mein liebs- ter Platz ist rund um die See- bühne. Ich war 20 Jahre lang aktives Mitglied beim Theater- verein und habe auf und hinter der Seebühne viele besondere Momente erlebt. Mit dem Bür- germeisteramt geht sich eine aktive Mitgliedschaft beim Theater leider nicht mehr aus.” Christian Alten- dorfer, Seeham 41 Jahre alt, verheiratet, drei Kinder, gebürtiger Seehamer, ÖVP, Bezirksschulrefe- rent Was ist Ihr persönlicher Lieblingsplatz in der Ge- meinde Henndorf? Köllersberger: „Einen richtigen Lieblingsplatz habe ich nicht. Henndorf ist ins- gesamt eine sehr schöne Ge- meinde, die sehr viel zu bie- ten hat!“ Was sind die größten Heraus- Martin Köllersber- ger, Henndorf, 51 Jahre alt, verheiratet, drei Kinder, ein Enkelkind, gebürtiger Henndorfer, ÖVP forderungen in den nächsten drei Jahren? Köllersberger: „Aktuell beschäftigt uns der Ausstieg aus dem Gemeindeverband mit Neumarkt, den wir auf- grund unseres neuen Haus der Senioren nicht mehr be- nötigen. Auch der geplante Neubau des Recyclinghofes tig große Überraschung habe ich eigentlich nicht erlebt. Da ich bereits vorher in der Ge- meinde tätig war hatte ich schon eine Vorstellung vom Bürgermeisteramt. Aber eine etwas breitere Vielfalt als in meiner Vorstellung bietet es doch.“ Wenn Sie sich selbst eine In- terviewfrage stellen müssten, welche wäre das? Köllersberger: „Ich wür- de mich fragen: „Was ist der Beweggrund, Bürgermeister zu sein?“ In der Gemeinde Henndorf bin ich tief verwur- zelt, meine Familie lebt schon in der 15. Generation hier. Ich möchte für die Henndorfer und Henndorferinnen da sein und Sinnvolles bewegen. Es ist mir eine Ehre, das gemein- sam zu schaffen!“ Was sind die größten Heraus- forderungen in den nächsten drei Jahren? Altendorfer: „Der räum- liche Ausbau der Kinder- betreuung wird uns in den nächsten Jahren sicher sehr fordern. Nächstes Jahr brau- chen wir eine zusätzliche Kleinkindgruppe, die vor- erst in Mattsee untergebracht wird. Ein neues Gebäude ist aber in Planung. Dieses maßvoll zu gestalten, wird herausfordernd. Auch unse- re Volksschule wird langsam zu klein. Ein möglichst gutes Angebot für unsere Kinder mit dem vorhandenen Bud- get zu schaffen, ist eine enor- me Aufgabe.” Bürgermeister ist ein Full- Time-Job, wie schaffen Sie es Familie und die Arbeit unter einen Hut zu bringen? Altendorfer: „Ich habe glücklicherweise tolle Mit- arbeiter und Mitarbeiterin- nen, denen ich vertrauen kann und mit denen die Zusammenarbeit hervor- ragend funktioniert. Den Vizebürgermeister kenne ich beispielsweise seit mei- ner Kindheit, auf ihn kann ich mich verlassen. Und die Zeit, die ich mit meiner Familie habe, genießen wir bewusst und verbringen diese auch oft außerhalb von Seeham. Daheim ist es schwierig, vorübergehend „nur“ Christian und Papa zu sein.” Was war das Überraschends- te in den ersten Amtstagen? Altendorfer: „Generell hat es mich überrascht, wie viel Druck von dieser Persön- lichkeitswahl ausgeht. Über- rascht hat mich auch, dass ich für viele plötzlich nicht mehr Christian war sondern der Herr Bürgermeister.” Wenn Sie sich selbst eine In- terviewfrage stellen müssten, welche wäre das? Altendorfer: „Ich würde mich fragen, wann der Zeit- punkt für die Entscheidung gefallen ist, als Bürgermeis- ter zu kandidieren. Das war bei mir etwa ein Jahr bevor unser Altbürgermeister auf- gehört hat. Das ganze Team der Gemeindevertretung ist hinter mir gestanden und hat mich in meinem Entschluss bestärkt. Generell ist die Unterstützung nicht nur von meinem Team, sondern auch von den Seehamern natürlich sehr motivierend und freut mich.”
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