DOPPELPUNKT Oktober 2020
Herbstgarten Nach einem wettermäßig bis- her recht abwechslungsrei- chen Jahr ist mittlerweile der Herbst mit noch sehr ange- nehmen Temperaturen ins Land gezogen. Ich hoffe ihr konntet viele schöne Stunden in euren Gärten genießen. Baumfreund In dieser Ausgabe möchte ich mich unseren holzigen, oft uralten Freunden widmen – den Bäumen. Ob sie wirklich jedermanns und –fraus Freund sind, das ist zumindest in der freien Wildbahn nicht immer ein- deutig erkennbar. Häufige Fehler Da werden hochwüchsige Bäume in Gärten oder an an- deren Stellen gepflanzt und schon nach wenigen Jahren hört man das erste Mal die Motorsäge, weil sie anschei- nend schon zu groß sind. Bitte: Pflanzt keine Birken oder Kastanien (sehr beliebte Schnittopfer), wenn ihr den Platz nicht habt. Es gibt ge- nug mittelgroßkronige Bäu- me, die man wachsen las- sen kann. Auch finanziell ge- sehen, z.B. für Gemeinden: Werden Bäume gepflanzt, die selten bis nicht geschnitten werden müssen, spart man sich Unsummen an Geld. Baumschnitt-Tipps Noch ein paar grundsätz- liche Empfehlungen zum Baumschnitt: l Schneidet öfter, aber we- niger stark. Größere Wunden heilen schwerer und können Dauerschäden verursachen l Keine Stummeln stehen lassen, immer bis zur nächs- tenAstgabel schneiden. (Pilz- eintritt!) l Schnitt fast ganzjährig möglich, nur nicht unbedingt im Austrieb oder bei starkem Frost. Und noch kurz was in eigener Sache: Öffentliche Institutio- nen wie die Straßenmeisterei sollten sich ebenfalls bei je- dem Baum sehr gut überle- gen, wie sie ihn (ver-) schnei- den oder umschneiden. Was da im Winter mit einer Un- zahl von gesunden, mehrere Jahrzehnte alten Bäumen an der B 154 zwischen Mondsee und Oberhofen passiert ist, empfinde ich als grobe Bos- haftigkeit! Dennoch einen schönen Herbst wünscht euch Rein- hard Sperr Kontakt DSG Mondseeland: Alex@DerServiceGaertner.at Tel: 0677/62 85 95 29 Volle Solarkraft voraus A uf den Dächern der EZA-Zentrale in Kösten- dorf wurde im September 2019 eine spezielle Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen. Die Besonderheit: Es ist die erste Anlage mit Bürger- beteiligung auf dem Dach eines Gewerbegebäu- des. 26 Bürger haben sich mit einem Anteils- schein beteiligt und das Vorhaben ermöglicht. Positiv fällt die Bilanz von Landeshauptmann-Stellver- treter Heinrich Schellhorn ein Jahr später aus: „Projekte wie diese helfen uns, die Energie- wende entscheidend voranzu- treiben. Unser Ziel: Salzburg soll bis 2050 klimaneutral und energieautonom sein.“ Faire Produkte kaufen und gleichzeitig die Kraft der Son- ne nutzen – bei der EZA in Köstendorf ist das möglich. „Die EZA ist ein Vorzeigeun- ternehmen in Sachen Ressour- censchonung und Klimaschutz und hat in vielen Bereichen ei- ne Vorreiterrolle inne. Die neue Photovoltaik-Anlage zeigt, dass hier auf sämtlichen Ebe- nen nachhaltig, klimaschonend und energieeffizient gearbeitet wird“, betont Landeshaupt- mann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn. Spitzenleistung für den Um- weltschutz Die Solarmodule erzeugen Die Solaranlage der EZA-Zentrale zeichnet sich durch Bürger- beteiligung aus. Im Bild: Andrea Reitinger (Öffentlichkeitsarbeit EZA), Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn und Daniela Kern (Geschäftsführerin EZA). im Vollbetrieb 28,8 Kilowatt- peak, damit wird mehr als ein Viertel des Eigenstromver- brauchs gedeckt, der Rest läuft – wie in der Vergangenheit – über Ökostrom. Insgesamt sparte die Anlage im Premie- renjahr rund 17,5 Tonnen CO2 ein. Um diese Menge zu bin- den, braucht es sonst 450 Bäu- me. Dazu kommen 90 Tonnen Ersparnis durch das Niedrigs- tenergiehaus-Konzept. Oktober 2020 Seite 18 Aktuelle Rundschau
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