VOLLMOND 3-2026
Familienausflug mit dem Ruderboot im Bereich des heutigen Alpenseebades. Die beiden im Hin- tergrund stehenden Krumbholz-Villen wurden Anfang der 1960er-Jahre abgerissen. Das Königsbad war 1914 eine besonders noble Adresse am Mondsee. Weil damals eine braune Haut für Elegante nicht „schicklich“ war, gab es Badekabinen in die man sich nach dem Schwim- men sofort wieder zurückzog. W as haben der deut- sche und Schweizer Schriftsteller Heinrich Noë und Gottfried Keller mit ihrem schwedischen Kolle- gen Johann August von Strindberg und den Kom- ponisten Johannes Brahms und Carl Michael Ziehrer gemeinsam? Sie alle ha- ben ab Mitte des 19. Jahr- hunderts Mondsee als Ort der Sommerfrische ent- deckt. Damit wurde der Ort auch für andere wohlhabende Menschen interessant und so kamen schon bald vor allem aus Wien die Sommerfrisch- ler an den Mondsee. Viele davon wohnten den Sommer über in Bad Ischl und reisten zunächst nur zum Baden an den Mondsee. Das änderte sich rasch und 1867 schlu- gen schon mehr als 200 Gäste für längere Zeit in Mondsee ihr Feriendomizil auf. End- gültig gebrochen wurde der Bann gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit der Ernen- nung Mondsees zum Kurort. Es kamen immer mehr Gäste und am See wurden die Infra- strukturen laufend verbessert. Viele Strand- und Kinderbä- der sowie großzügige Strand- anlagen entstanden in dieser Zeit und lockten fortan auch zahlreiche Tagesgäste an. Zum guten Ton gehörte es auch, die daheim Geblieben aus der Sommerfrische mit Ansichtskarten zu grüßen. Dementsprechend groß war die Auswahl. Mehr alte Bilder finden Sie auf www. flachgau.tv oder Sie scannen den QR- Code. Alle Bilder: Archiv Franz Wendl VOLLMOND 3/2026 29
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MTA1MzE0