VOLLMOND 6-2017

Dezember Wie Weihnachten W eihnachtskekse, ob selbstgemacht oder gekauft, dürfen in der Adventzeit und am Heiligen Abend auf keinem festlichen Tisch fehlen. Aber wie kamWeihnachten eigentlich auf den Keks? Bereits in der vorchristlichen Zeit gab es rituelles Backen zu Festzeiten. Der Ursprung des heutigen Weihnachtsgebäck liegt vermutlich in den mittel- alterlichen Klöstern. Zum Ge- denken an die Geburt Jesu war erlesenes Backwerk üblich, dazu zählte auch der Stollen als typisches Adventsgebäck. Auch Rezepte für den Lebku- chen entwickelten sich in den Klöstern. Sogar Hildegard von Bingen beschrieb die positive Wirkung von Muskatnüssen in Lebkuchen und Pfeffernüssen auf die Stimmung. Feingebäck nur für reiche Familien Lange Zeit blieb das Feinge- bäck aber demAdel und wohl- habenden Leuten vorbehalten. Mit dem Aufkommen von Kaffee, Tee und heißer Scho- kolade wurde auch der Keks am Nachmittag modern. Be- sonders bei den feinen Damen des 18. Jahrhunderts waren Kaffeekränzchen ein Fixpunkt des Tagesablaufs. Erst als der billige Zucker aus der Zu- ckerrübe erhältlich war, wurde das süße Backwerk auch für „gewöhnliche Leute“ leistbar. Früher wurden Kekse auch zur Dekoration im Haus und für den Christbaum verwendet. Daraus ent- stand wahrscheinlich die Vielzahl an Ausstechfor- men. Woher kommt das Wort Keks Das Wort Keks wurde am Be- ginn des 20. Jahrhunderts aus dem Plural cakes (englisch für D er Christstollen symbolisiert ursprünglich das in Tüchern eingewickelte Jesuskind. Die Tradition, den Christstollen zu backen, ist wahrscheinlich schon über 700 Jahre alt. Unter dem Begriff „Christbrod“ wird er erstmals im Jahre 1474 auf der Rechnung des christlichen Bartholomäus-Hospitals an den Dresdner Hof genannt. Nach dem Dogma der katholischen Kirche durfte der Stollen einst nur aus Mehl, Hefe, etwas Öl und Wasser gebacken werden, ohne Milch und ohne Butter. 1450 baten die Kurfürsten Ernst und Al- brecht von Sachsen in einem Zeremonialschreiben an den Papst um Lockerung der Vorschrift. Im Jahre 1491 hob Papst Innocenz VIII. das Butterverbot auf. Christstollen Kuchen) eingedeutscht. 1911 wurde das Wort Keks dann in den Duden aufgenommen.

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