Seine Bilder „malt” Gerald Herrmann zunächst am Bildschirm.
Geri und der
Hai. Mit die-
ser
Foto-
montage (Bild
oben) sorgte der
Künstler heuer im
Sommer für Aufre-
gung auf Facebook.
E
s kann jetzt schon einmal sein, dass ein Bild von Gerald Herrmann größer
ist, als der Künstler selbst. Dass solche Bilder dann auch außergewöhnli-
che Wände brauchen, um zur Geltung zu kommen, ist auch klar. Zum Bei-
spiel die Hauptquartiere von Autorennteams.
Herrmanns Bilder sind nicht
nur groß. Sie sind auch beson-
ders bunt und realistisch. Und
sie entstehen alle zuerst auf
dem Computer. Erst wenn die
Bilder dort perfekt sind, greift
Herrmann zum Pinsel.
Viele der Bilder sind Auf-
tragsarbeiten und die Kunden
kommen aus allen Branchen.
So ziert seit einiger Zeit ein
riesiges Gemälde auch den
Eingangsbereich des
neuen Firmenge-
bäudes der Walter Lechner Ra-
cing-School in Thalgau. Zum
Rennsport hat der Künstler
überhaupt eine besonder Ver-
bindung und so hängen Werke
von ihm auch bei den Formel
1-Teams Torro Rosso und Red
Bull. Und Herrmann macht
keinen Hehl daraus, dass ihm
Red Bull zwar keine Flügel
verliehen, aber so manche Tür
geöffnet hat. „Mit dem Red
Bull Schwanz ist gut wedeln“,
bringt es Geri salopp auf den
Punkt.
Bevor wir uns jetzt all zu
sehr auf die Malerei versteifen,
muss schon gesagt werden, dass
der Künstler so bunt wie seine
Bilder ist und nicht nur malt.
Er macht Musik, dreht Vide-
os, gestaltet für Firmen Logos
und beschriftet deren Autos, er
schreibt und lässt hin und wie-
der ein auch Ungeheuer in ei-
nem unserer Seen auftauchen.
So wie heuer im Sommer, den
Haifisch im Mondsee. Herr-
mann hat täuschend echte Fo-
tomontagen von einem Hai im
Mondsee auf Facebook gestellt
und damit einen unglaublichen
Hype ausgelöst. „Wieso der
Haifisch so eingeschlagen hat,
ist mir selbst ein Rätsel. Ich ha-
be schon vorher viele solcher
Bilder gemacht und veröffent-
licht, die haben den Leuten
zwar gefallen, aber mehr auch
schon nicht.“
Inzwischen ist das Rätsel um
den Hai im Mondsee geklärt
und Herrmann ist vom Seeufer
in den Schnee übersiedelt. Ge-
nauer gesagt, nach Obertauern,
wo er ein Lokal ausgestattet
und das Objekt der Schneebot-
schafterin Maria Höfl-Riesch
für den Tourismusverband
aufgestellt hat. „Der Pongau
ernährt mich“, freut sich Herr-
„Ich bin eine
Ideenmaschi
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Reportage
Dezember




