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Mai 2016

rüher hatte

der Wirt zu

Scharfling

Wesenauer

die Aufsicht

über dieKlause

beim Klausbach.

Dieser wurde für Holz-

schwemmungen im Gebiet der

Drachenwand aufgestaut. Als

eines Tages ein heftiges Un-

wetter aufzog, wollte er die

Klause öffnen, damit sie vom

vielen Wasser nicht beschädigt

wird. Die Klause brach bevor

er sie öffnen konnte. Die her-

abschießenden Wassermassen

überaschten ihn und er wurde

mitfort gerissen. Er konnte sich

gerade noch auf einen Baum

retten, an dem zufällig ein Bild

der heiligen Thekla angebracht

war. Als Dank für seine Erret-

tung ließ er an jener Stelle die

Theklakapelle bauen.

Ursprung der Sage

Als die Klause noch stand

wurde das sogenannte „Bren-

ner“, ein einst steiles Waldge-

biet in der Drachenwand, für

die Holztrift abgeholzt. Oh-

ne Halt von den Wurzeln der

Bäume ging der Humus bis auf

die nackten Felsen verloren.

Bei Gewitterregen führte der

Klausbach braunesWasser, das

durch die weggeschwemmte

Erde so gefärbt war. Der Holz-

rechen zum Auffangen der

Stämme oder Scheiter befand

sich im Bereich der heutigen

Theklakapelle. Dort war auch

der Triftplatz auf dem das

geschwemmte Holz gelagert

wurde. Im Winter wurde das

Holz zum See gebracht, wo

es mit dem „Stier, einer Plätte,

nach Scharfling transportiert

wurde. Die gebrochene Klause

wurde nie wieder aufgebaut.

Sagenquelle

Buch: Wundersames Mond-

seeland. Sagen, Legenden, Er-

zählungen für Kinder und Er-

wachsene. Gesammelt und neu

erzählt von Anton Reisinger, il-

lustriert von Agneta Gräfin von

Almeida, Verlag omnipublica,

ISBN-10: 3-9502162-4-3, Eu-

ro 14,00

Verkauf: Museum Mondsee-

land, neben der Basilika.

Die Theklakapelle wurde 1894 errichtet.

Der hölzerne Altar ist eines der wenigen neugotischen Stü-

cke des Mondseelandes.

Bilder:Rule