15
2016
Aktuelles aus dem Mondseeland
Reiche Ernte im Mondseeland
F
rüher war es selbstverständlich, dass jeder Bauer auch einen
Obstgarten hatte. Viele dieser Obstgärten sind inzwischen
zwar verschwunden, das Interesse am Obstbau selbst scheint aber
ungebrochen zu sein, wie das Projekt „die Botschaft der bäuerli-
chen Welt“ im Mondseeland zeigt. Dabei wurden im vergangenen
Jahr 1.200 Obstbäume gepflanzt und in sieben Kursen Interessier-
ten alles über den Schnitt von Bäumen vermittelt. Dass dabei 150
Teilnehmer mitgemacht haben, hat auch die Landtagsabgeordnete
Michaela Langer-Weninger überrascht. „Die Streuobstwiesen ge-
hören zu unserer Kulturlandschaft. Süße Kirschen und saftige Äp-
fel aus dem eigenen Garten sind für Alt und Jung ein besonderer
Genuss und sollen durch dieses Projekt wieder mehr ins Bewusst-
sein rücken“, so die Politikerin. Im Bild Michaela Langer-Wenin-
ger mit Teilnehmern am jüngsten Baumschneidekurs.
Richtung Energiewende
S
eit wenigen Tagen ist auch das Mondseeland eine von mehr als
100 Klima- und Energie-Modellregionen in Österreich. In der
Praxis heißt das, dass sich das Mondseeland auf den Weg in Rich-
tung nachhaltige Energieversorgung machen muss um weitge-
hende von fossilen Energieträgern unabhängig zu werden. „Mein
Ziel als Managerin der Klima- und Modellregion wird es sein, die
Einwohner der Region künftig auf nachhaltig wichtige Themen in
ihrer eigenen Heimat aufmerksam zu machen“, sagt die Modellre-
gionsmanagerin Stefanie Mayrhauser und hofft auf eine Entwick-
lung wie in vielen anderen Klima- und Energie-Modellregionen,
in denen die Menschen große Bereitschaft zeigen, Klimawandel
und Energiewende zu schaffen. Im Bild von links: Carina Grabner,
Bürgermeisterin Elisabeth Höllwarth-Kaiser (Obmann Stellvertre-
terin der REGMO), Bürgermeister Johannes Gaderer (Obmann der
REGMO) und Regionsmanagerin Stefanie Mayrhauser (KEM-
Managerin).
Bild: TZ-Mondseeland
Wo bleibt denn der Notarzt?
E
in Bauer hat´s bei der Diskussion auf den Punkt gebracht:
„Wenn ich nachts einen Tierarzt brauche, ist der in zehn Mi-
nuten da. Beim Notarzt kann es eine Stunde dauern”. Gefallen
sind diese kritischen Worte bei einer Diskussion in Mondsee, bei
der es um die ärztliche Versorgung im Mondseeland ging. Fazit:
Während die Helfer des Roten Kreuzes schnell vor Ort sind, muss
auf das Eintreffen eines Arztes vor allem in der Nacht und an den
Wochenenden oft länger gewartet werden. Dieses Problem kann
nur mit einem zusätzlichen Notarzt gelöst werden. Im Bild von
links: Dr. Thomas Jörgner (praktischer Arzt), Gottfried Achleitner
(Dienststellenleiter Rotes Kreuz Mondsee), Landtagsabgeordnete
Michaela Langer-Weninger, Mag. Wolfgang Kaltenleitner (ÖA-
AB, Diskussions-Moderation) und der Gesundheitssprecher der
oberösterreichischen Volkspartei, Primar Dr. Walter Aichinger.




