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2016

Nachgehakt

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David begann seine Karriere

auf dem Eis mit fünf Jahren,

derzeit spielt er im Red Bull

Team in Salzburg, das bedeutet

volle Disziplin, denn ihm und

seinen Eltern ist auch die Schu-

le sehr wichtig. Dreimal in der

Woche geht es nach Salzburg.

Für Mama Petra ist wichtig,

dass vor dem Training alles für

die Schule paletti ist: „Es gibt

ein enges Programm: Wenn

David heimkommt, essen wir,

dann geht es sofort an die

Hausübung und dann ins Trai-

ning. Lernen für Schularbeiten

und Tests ist Zusatzarbeit, da

muss er auch im Auto oft noch

arbeiten.“ Daneben müssen

dann auch noch die Folgen von

Sportverletzungen betreut wer-

den.

Zum Interview kommt David

direkt vom Kieferorthopäden,

der ihn nach einem Kieferbruch

wieder zusammengeflickt hat.

Der Sport am Eis ist fordernd.

Auch die vielen Spiele an den

Wochenenden, auswärts schla-

fen, all das ist schon lange Teil

seines Lebens. Die Einladung

nach Kanada ist dann aber

schon etwas Besonderes. Auch

wenn er eine Betreuung mit da-

bei hat, in Kanada wird er, wie

der Rest vom Team, bei Gastfa-

milien wohnen und von ihnen

betreut werden. Als er im Zuge

des Gesprächs von seinem Pa-

pa erfährt, dass diese Gastge-

ber Familien ehemaliger NHL-

Spieler sind und er damit noch

mehr ins Eishockey-Leben ein-

tauchen wird, geht ein Strahlen

über sein Gesicht: „Cool!“

Als David zum Foto aufs

Eis flitzt, kann man sehen, aus

welchem Material sein Le-

ben besteht: eine tiefe Freude

liegt auf seinem Gesicht, als

er seine Kurven dreht. Mit der

Eishalle in Mondsee hat seine

Liebe zum Eishockey begon-

nen, achtsam betreut von eh-

renamtlichen Spielern, die viel

Zeit und Energie in die Arbeit

mit Kindern stecken. Davids‘

großer Traum, einmal bei den

Washington Capitals als Profi

zu spielen, hat in dieser Eishal-

le in Mondsee und in der Nach-

wuchsarbeit seine Wurzeln.

Die Latte für die „Austri-

an Select“ liegt hoch, denn

im vorigen Jahr wurde beim

Bewerb im K.O.-System das

österreichische Team zum Sie-

ger gekürt. Auch sonst ist viel

zu erwarten von dieser Rei-

se, denn die Bewerbe zählen

auch als „Sichtungscamp“, wo

„headhunter“ aus aller Welt die

besten Nachwuchsspieler aus-

suchen. Für die Familie eine

aufregende Zeit voller Chan-

cen, die man einem talentierten

Kind bieten möchte. Die Kos-

ten, die auftreten, sind aller-

dings auch hoch: Ausrüstung,

Flug, das alles ist selbst zu be-

rappen. Sponsoren sind für so

tmeisterschaftsbewerb in Kanada

junge Spieler enorm wichtig.

Da darf die Oma genauso dabei

sein wie befreundete Unterneh-

mer der Familie.

Im Februar geht es los. Bis

dahin heißt es noch fleißig

trainieren und viele heimische

Bewerbe absolvieren. Für den

einen oder anderen Sponsor

wäre auf dem Trikot des jun-

gen Mannes im Übrigen noch

Platz….

spielt David Cernik für Österreich

Bild: Miriam Burda