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Planen, bauen, wohnen
März 2017
der Gründstückserschließung
führt häufig zu viel Ärger am
Bau und auch zu finanziellen
Risiken. Ohne Kostenermitt-
lung für die Versorgungsanla-
gen steht eine Gesamtbaukos-
teneinschätzung für das Bau-
vorhaben auf einem unsicheren
Fundament. Im Vertrag mit
dem Baupartner sollte eine kla-
re Abgrenzung des Leistungs-
umfanges vereinbart werden,
damit es später nicht zu unnö-
tigen Konflikten kommt.
Unbedingt bei den
zuständigen
Äm-
tern nachfragen, ob in
nächster Zeit Maßnahmen der
öffentlichen Erschließung vor-
gesehen sind und mit welchen
Kosten dafür zu rechnen ist.
Bauversicherungen
nicht vergessen
Bevor das Bauvorhaben be-
ginnt, sollten sich die Bauher-
ren um die Bauversicherungen
kümmern. Dazu gehören vor
allem die Bauleistungs-, die
Bauherrenhaftplicht-, die Feu-
errohrbau- und die Bauhelfer-
versicherung.
Holen Sie sich bereits
vor Baubeginn ver-
schiedene Angebot bei
Versicherungen ein.
Vermessungs-
ingenieur beauftragen
Eine Liegenschaftsvermes-
sung ist immer dann notwen-
dig, wenn das Grundstück
noch nicht vermessen wurde,
wenn kein amtlicher Lageplan
existiert, eine Grundstücks-
teilung erfolgen soll, ein Ge-
bäude errichtet oder vermes-
sen werden soll. Der Bauherr
benötigt für die Erstellung der
Bauantragsunterlagen
einen
amtlichen Lageplan, in den das
künftige Haus einschließlich
der Höhenangaben eingezeich-
net wird, sowie die Entwässe-
rungsplanung und den Verlauf
der Medienleitungen. Zur übli-
chen Vermessungsleistung zäh-
len außerdem die Einmessung
des geplanten Bauwerks und
die katastermäßige Schlussein-
messung des fertig gestellten
Gebäudes. TIPP: Veranlassen
Sie rechtzeitig die Vermes-
sungleistung und holen sie
vorab ein Preisangebot eines
Vermessungbüros ein.
Versorgungsanlagen
planen
Eine unzureichende Planung
Fehlstart beim
Hausbau vermeiden
Fortsetzung von Seite 21
Damit es auf der Baustelle
kein böses Erwachen gibt, sollte eine
Baustellenversicherung abgeschlossen werden.
Welches Dach passt
zu meinem Haus
Steildach oder Flachdach?
Meist wird diese Entscheidung
aus ästhetischen Überlegungen
heraus bestimmt. Während das
Steildach eine lange Tradition
hat, gilt das Flachdach oft als
moderner. Dabei hat gerade das
traditionelle Steildach deutlich
mehr Gestaltungsmöglichkei-
ten als ein Flachdach.
Steildach
Der Formgebung und Gestal-
tungsmöglichkeiten eines Steil-
dachs sind fast keine Grenzen
gesetzt.
Bis zu rund 50 Dachziegel-
arten in verschiedenen Größen,
Formen, Farben und Funktio-
nen gibt es. Vom Sattel über das
Walm- bis hin zum Pultdach
gibt es insgesamt viele ver-
schiedene Hauptdachformen.
Dazu kommen unterschied-
lichste Arten von Dachaufbau-
ten wie zum Beispiel Gauben
oder Dachflächenfenster die
dem eigenen Dach eine indi-
viduelle Note verleihen. Nicht
unwesentlich ist auch die Farbe
des Daches, sozusagen als fünf-
te Fassade des Hauses spielt es
eine entscheidende Rolle.
Flachdach
Von einem Flachdach wird
gesprochen wenn keine oder
nur eine geringe Dachneigung
(maximal fünf Grad) aufge-
wiesen wird. Vor allem im
Punkt Dachbegrünung liegt
das Flachdach weit vorne.
Hinzukommen als Pluspunkte
geringes Eigengewicht, gestal-
terische Freiheit im Grundriss
und es ist kostengünstiger.
Allerdings sind Flachdächer
wartungsintensiv, Alters- und
Feuchtigkeitsschäden können
auftreten und bei viel Schnee-
fallmengen muss das Dach für
entsprechende Maximallasten
auch wirklich tragfähig sein.
Das Flachdach ist keines-
falls eine Erfindung der Mo-
derne sondern wurde schon in
der Antike gebaut. Außerhalb
Europas gehörten Flachdächer
von Indien über die arabischen
Ländern zur traditionellen Bau-
weise, wobei die Dächer oft als
Dachterrassen genutzt wurden.
Das Dach ist die Visitenkarte des Hauses
und prägt entscheidend
das Erscheinungsbild eines jeden Gebäudes.




