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Seite 22

Planen, bauen, wohnen

März 2017

der Gründstückserschließung

führt häufig zu viel Ärger am

Bau und auch zu finanziellen

Risiken. Ohne Kostenermitt-

lung für die Versorgungsanla-

gen steht eine Gesamtbaukos-

teneinschätzung für das Bau-

vorhaben auf einem unsicheren

Fundament. Im Vertrag mit

dem Baupartner sollte eine kla-

re Abgrenzung des Leistungs-

umfanges vereinbart werden,

damit es später nicht zu unnö-

tigen Konflikten kommt.

Unbedingt bei den

zuständigen

Äm-

tern nachfragen, ob in

nächster Zeit Maßnahmen der

öffentlichen Erschließung vor-

gesehen sind und mit welchen

Kosten dafür zu rechnen ist.

Bauversicherungen

nicht vergessen

Bevor das Bauvorhaben be-

ginnt, sollten sich die Bauher-

ren um die Bauversicherungen

kümmern. Dazu gehören vor

allem die Bauleistungs-, die

Bauherrenhaftplicht-, die Feu-

errohrbau- und die Bauhelfer-

versicherung.

Holen Sie sich bereits

vor Baubeginn ver-

schiedene Angebot bei

Versicherungen ein.

Vermessungs-

ingenieur beauftragen

Eine Liegenschaftsvermes-

sung ist immer dann notwen-

dig, wenn das Grundstück

noch nicht vermessen wurde,

wenn kein amtlicher Lageplan

existiert, eine Grundstücks-

teilung erfolgen soll, ein Ge-

bäude errichtet oder vermes-

sen werden soll. Der Bauherr

benötigt für die Erstellung der

Bauantragsunterlagen

einen

amtlichen Lageplan, in den das

künftige Haus einschließlich

der Höhenangaben eingezeich-

net wird, sowie die Entwässe-

rungsplanung und den Verlauf

der Medienleitungen. Zur übli-

chen Vermessungsleistung zäh-

len außerdem die Einmessung

des geplanten Bauwerks und

die katastermäßige Schlussein-

messung des fertig gestellten

Gebäudes. TIPP: Veranlassen

Sie rechtzeitig die Vermes-

sungleistung und holen sie

vorab ein Preisangebot eines

Vermessungbüros ein.

Versorgungsanlagen

planen

Eine unzureichende Planung

Fehlstart beim

Hausbau vermeiden

Fortsetzung von Seite 21

Damit es auf der Baustelle

kein böses Erwachen gibt, sollte eine

Baustellenversicherung abgeschlossen werden.

Welches Dach passt

zu meinem Haus

Steildach oder Flachdach?

Meist wird diese Entscheidung

aus ästhetischen Überlegungen

heraus bestimmt. Während das

Steildach eine lange Tradition

hat, gilt das Flachdach oft als

moderner. Dabei hat gerade das

traditionelle Steildach deutlich

mehr Gestaltungsmöglichkei-

ten als ein Flachdach.

Steildach

Der Formgebung und Gestal-

tungsmöglichkeiten eines Steil-

dachs sind fast keine Grenzen

gesetzt.

Bis zu rund 50 Dachziegel-

arten in verschiedenen Größen,

Formen, Farben und Funktio-

nen gibt es. Vom Sattel über das

Walm- bis hin zum Pultdach

gibt es insgesamt viele ver-

schiedene Hauptdachformen.

Dazu kommen unterschied-

lichste Arten von Dachaufbau-

ten wie zum Beispiel Gauben

oder Dachflächenfenster die

dem eigenen Dach eine indi-

viduelle Note verleihen. Nicht

unwesentlich ist auch die Farbe

des Daches, sozusagen als fünf-

te Fassade des Hauses spielt es

eine entscheidende Rolle.

Flachdach

Von einem Flachdach wird

gesprochen wenn keine oder

nur eine geringe Dachneigung

(maximal fünf Grad) aufge-

wiesen wird. Vor allem im

Punkt Dachbegrünung liegt

das Flachdach weit vorne.

Hinzukommen als Pluspunkte

geringes Eigengewicht, gestal-

terische Freiheit im Grundriss

und es ist kostengünstiger.

Allerdings sind Flachdächer

wartungsintensiv, Alters- und

Feuchtigkeitsschäden können

auftreten und bei viel Schnee-

fallmengen muss das Dach für

entsprechende Maximallasten

auch wirklich tragfähig sein.

Das Flachdach ist keines-

falls eine Erfindung der Mo-

derne sondern wurde schon in

der Antike gebaut. Außerhalb

Europas gehörten Flachdächer

von Indien über die arabischen

Ländern zur traditionellen Bau-

weise, wobei die Dächer oft als

Dachterrassen genutzt wurden.

Das Dach ist die Visitenkarte des Hauses

und prägt entscheidend

das Erscheinungsbild eines jeden Gebäudes.