März 2017
Planen, bauen, wohnen
Seite 23
Mit kleinen Helfern biologisch düngen
Gar nicht so wenige von uns
ekeln sich vor ihnen: Würmer.
Aber nicht der Gärtner. Und
warum? Weil egal ob große
Regenwürmer oder kleine Fa-
denwürmer, sie sind die wah-
ren Helfer in unserem Garten.
Wenn es ums richtige Düngen
geht, sollte als erstes ein gros-
ser Irrtum aufgeklärt werden:
Wir düngen nicht die Pflanze
sondern den Boden. Denn die
Pflanze entzieht dem Boden
die Nährstoffe, je nach Pflan-
ze unterschiedlich viele. Diese
entzogenen Nährstoffe müssen
wieder eingebracht werden.
Am besten durch biologisches
Düngen. Bestens eignet sich
dafür der Wurmkompost, in
dem spezielle Kompostwürmer
leben. Dieser Humus hat einen
hohen Nährstoffgehalt und ist
vor allem für kleine Anbauflä-
chen und Gärten ideal. Neben
den Würmern sind es vor allem
auch die Mikroorganismen und
andere kleine Tierchen wie As-
seln und Milben die helfen, den
Boden zu lockern und zu be-
lüften. Denn erst wenn ausrei-
chend Platz für die Wurzeln der
Pflanzen ist können diese auch
gut wachsen.
Bei großen Gärten kann zu-
sätzlich auch mit einem Grün-
dünger gearbeitet werden. Der
Gründünger besteht aus Pflan-
zen die spätestens wenn sie
blühen in den Boden eingear-
beitet werden und ihm somit
Nährstoffe zuführen. Bereits
beim Wachsen scheiden diese
Pflanzen durch ihre Wurzeln
wertvollen Stickstoff aus und
reichern den Boden mit Nähr-
stoffen an. Auch gegen Boden-
erosion, Verschlämmung und
Verkrustung der Bodenoberflä-
che ist der Gründünger ideal.
Außerdem werden Tempera-
turschwankungen durch die
Beschattung der Pflanzen aus-
geglichen. Zu den bekanntesten
Gründüngerpflanzen zählen die
Phazelia (Bienenweide), Luzer-
ne (Schneeklee) und auch die
Sonnenblumen. Spinat, Erbsen,
Linsen und Bohnen sind eben-
falls gute Gründünger.
Kein Grund zum Ekeln.
Regenwürmer sind wichtige Nützlinge in
der Gartenerde.




