Treffpunkt Futterhaus
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Bei mildemWinterwetter und naturnahen
Garten benötigen die Vögel keine zusätz-
liche Futterquelle. Liegt allerdings eine
dicke Schneedecke auf der Erde dann
wird die Nahrung für die Vögel knapp.
Ein Futterhäuschen erleichtert den Vögel
die Nahrungssuche. Der Standort sollte
Schutz vor Nässe und Hitze bieten, für
Katzen undMarder unerreichbar sein und
in sicherer Entfernung von Glasscheiben
liegen. Gefüttert wird von November bis
Anfang April.
Meisen (Kohl-, Blau, Sumpf- in Wald-
nähe auch Tannen- und Haubenmeisen)
Grünfinken
Stieglietz
Rotkehlchen
Kleiber
Kernbeißer
Amsel
Wacholderdrossel
Selten: Buchfink und Zaunkönig
Häufige Gäste am Futterhaus
Meisen:
fett- und stärkehal-
tigeSamen
Grünfink:
Körner-, Fett-
futter
Stieglitz,
Rotkehlchen:
WeichfutterwieHaferflocken
Kleiber:
Körnerfutter
Kernbeißer:
Samen
Amsel, Wacholderdrossel:
Beeren, angefaultes Fall-
obst, Apfelstücke, Hafer-
flocken
Buchfink:
Bucheckern
Zaunkönig:
Futter vomBo-
denunter demFutterhaus
Wer frisst was?
Kohlmeisen sind mit 75 Prozent und Blaumeisen mit bis zu 90 Prozent des Tages mit Futtersuche
beschäftigt. Je kleiner der Vogel destomehr Zeit verwendet er für die Futtersuche. Morgens, wenn
alleReservenaufgebrauchtsind,dannherrschtHochbetriebamFutterhäuschen.GegenMittagflaut
dasInteresseabundamNachmittagundinderDämmerungnimmteserneutzu.Energiesparenistim
Winterbesonderswichtig.Mit aufgeplustertenGefieder sitzensieaufdenZweigen.DerLuftpolster
zwischendenaufgestelltenFedern isoliert gegendieKälte.
Dauerbeschäftigung Futtersuche
DerWinter bringt vieleVögelmitTerritorialität einander näher, eswerdenmanchmal lockereGrup-
pen gebildet umgemeinsamNahrung zu finden.Allerdings gibt es auch „Kämpfer“ amFutterplatz
zumBeispiel die Grünfinken. Sumpfmeisen oder Kleiber sindmeist nur wenige Sekunden amFut-
terhäuschen.DasweggetrageneFutterwirdandernorts bearbeitet, gefressenoder versteckt.
Verhalten am Futterhaus
Kohlmeise
Bilder: Albert Moser
Blaumeise
Wacholderdrossel




