NACHGEHAKT
Großer Aufwand
U
nterach ist derzeit Schauplatz etlicher Großbaustellen. So wird auch an der
Seeache auf Höhe der Familie Laganda umfassend am Fischaufstieg gebaut.
Der nationale Gewässerbewirtschaftungsplan sieht vor, dass Gewässer, die „Quer-
bauwerke“ wie etwa Kraftwerke haben, wieder durchgängig gemacht werden
müssen. Das ist notwendig, damit Fische und andere Organismen wieder zu
Laichplätzen ziehen können.
In der Seeache, die den
Mondsee mit dem Attersee
verbindet, will man vor allem
dem Perlfisch und der Seelaube
wieder zu natürlichen Lebens-
bedingungen verhelfen. Die
sehr technischen Bauwerke,
viel Beton und Eisengitter, las-
sen Spaziergänger vermuten,
dass das wenig mit Natur zu
tun hat. Ganz im Gegenteil. Je
technischer das Bauwerk, des-
to zielsicherer ist es, erklären
die Experten vom Gewässer-
bezirk. Viel Aufwand für ein
paar Fische? Tatsächlich hat
die schöne Geschichte auch ei-
ne andere Seite: Der Aufwand
finanzieller Art, den die Kraft-
werksbetreiber leisten müssen.
Johann Laganda rechnet mit
rund 800.000 Euro für seine
Baustelle, nur ein kleiner Teil
würde durch eine Förderung
abgedeckt. Er hat sich auch
überlegt, sein Kraftwerk, das
seit 1876 besteht, stillzulegen.
Doch die Rückbaukosten wären
ebenfalls enorm gewesen. Die
Entscheidung, dieAuflagen des
nationalen
Gewässerbewirt-
schaftungsplans umzusetzen,
war schließlich mit Blick auf
die nächste Generation gefal-
len. Nicht an allen Gewässern
ist das der Fall. Ein Bericht in
der ORF-Sendung „Thema“
vor einigen Wochen zeigt, dass
etwa an der Alm rund 50 Klein-
Modernste Technik macht den Weg zu den Laichplätzen hürdefrei
Aufwändige Bauarbeiten an der Seeache
ermöglichen künftig den Fischen wieder einen hürdefreien
Weg zu ihren Laichplätzen.
Bilder (2): Mirijam Burda
Von
Christina
BURDA
Mai




