So sehen Supermärkte aus. Wer braucht mehr?
Der Metzger zerlegt am Straßenrand mit bloßen Händen ein Lamm.
Die Yaks waren ständige Begleiter auf der ganzen Reise.
zählt von Marillen, die auf
2.500 Meter Höhe wach-
sen, weil drunten im Tal die
Dürre über dem Land liegt.
Die Menschen sind in ers-
ter Linie einfache Bauern,
die in Jurten wohnen. „Die
sind aber äußerst bequem
und wirklich wohnlich ein-
gerichtet“, erzählt Mat-
zelsberger weiter. Freilich,
richtige Möbel gibt es darin
nicht. Gegessen wird am
Boden sitzend oder auf den
Knien hockend. Auf jeden
Fall ungewohnt für uns.
Gastfrteundliche
Leute laden zum
Picknick am
Straßenrand
So ärmlich das Leben im
Pamir-Gebirge auch sein
mag, umso gastfreundlicher
sind die Leute. Schnell wirst
zu einem Picknick am Stra-
ßenrand eingeladen. Was
kredenzt wird, ist durchaus
schmackhaft, wenn auch
nicht immer für unsere
Darmflora verträglich.
Ohne Führer wäre so
eine Reise kaum mach-
bar. „Schon deshalb nicht,
weil du viele lokale Gren-
zen überfahren musst. Die
Grenzbeamten sind jetzt
nicht immer gerade das,
was man kooperativ nennen
könnte. Stundenlange War-
tezeiten wegen nichts sind
an der Tagesordnung“, er-
innert sich Matzelsberger.
Auch die Suche nach einer
Tankstelle könnte sich ohne
kundigen Führer zu einem
endlosen Hürdenlauf entwi-
ckeln. Denn der Treibstoff
wird einfach in Blechkü-
beln verkauft. Wo man die
bekommt, musst wissen.
Tankstellen mit Zapfsäulen
oder Leuchtreklame gibt
es nicht. Auch beim Sprit
darfst nicht wählerisch sein.
Das Benzin, das gerade da
ist, kommt in den Tank. Ok-
tanzahl? Interessiert dort
niemand. Dennoch bleiben
die Motorräder treue Be-
gleiter und haben außer ei-
nem Patschen hin und wie-
der keine Pannen.
Überraschende
Ausblicke
„Dafür verwöhnt dich das
Land mit unglaublichen
Ausblicken und stets uner-
warteten Überraschungen“,
sagt Matzelsberger und er-
innert sich an die Freude,
als plötzlich ein Bergsee un-
erwartet aufgetaucht ist. Ein
Der 1.252 Kilometer lange Pamir Highway
ist die Hauptverkehrs-
ader durch das Pamir-Gebirge in Zentralasien. Die Straße verbin-
det die kirgisische Stadt Osch mit der tadschikischen Hauptstadt
Duschanbe. Der Pamir Higway ist nach den Karakorum Highway
in China die zweithöchst gelegene befestigte Fernstraße der Welt.




