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FAHRTWIND

schönes Geschenk, wennst

vorher jeden Tag nur mit der

Wasserration aus einer Mine-

ralwasserflasche auskommen

musst. Zum Trinken und Wa-

schen, wohlgemerkt.

Jetzt geht´s

auf´s Dach der

Welt

Auf enge staubige Straßen

und jede Menge Abenteuer

kann sich Josef Matzelsber-

ger wieder ab Mitte Juli ge-

fasst machen. Dann wird er

das „Dach der Welt“ erklim-

men und über den Karakora-

Highway in Indien fahren.

Das ist die höchstgelegendste

Fernstraße der Welt. Gefahren

wird mit Royal Enfield Mo-

torrädern, die seit 46 Jahren

in Indien gebaut und weltweit

wegen ihrer Zuverlässigkeit

geschätzt werden. Übrigens:

Royal Enfield baut seit rund

1880Motorräder und ist damit

die älteste Motorradfabrik der

Welt.

Rupert Lenzenweger

Anreise:

Per Flugzeug von

Salzburg nach Istanbul und

dann weiter nach Osch in

Kirgistan. Hin und Rückflug

kosten ca. 600 Euro.

Organisator und Reiseve-

ranstalter:

Josef Matzels-

berger hat bei der Agentur

„Muztoo“ gebucht. Dort ste-

hen die Yamaha-Motorräder

reisefertig. Gefahren wird

in Gruppen mit bis zu zehn

Fahrern. Das Gepäck wird

in einem Jeep transportiert,

der stets das Schlussfahrzeug

bildet.

Erforderliche Papiere:

Tad-

schikistan verlangt einVisum,

das 80 Euro kostet. Darüber

hinaus ist für eine Fahrt über

die Berge das „GBAO-Per-

mit“ notwendig. Das kostet

20 Euro. Beide Papiere kön-

nen im Vorhinein bei der tad-

schikistanischen Botschaft in

Wien beantragt werden. Für

Kirgistan wird nur ein gülti-

ger Reisepass benötigt.

Ideale Reisezeiten:

Mai und

Juni, August und September.

Im Winter sind die Pässe ge-

sperrt und können nur von

Fußgängern benützt werden.

Klima: Warmes, trockenes

und heißes Wetter. Selbst in

4.500 Meter kann man noch

im Freien übernachten.

Währungen:

In Tadschikis-

tan wird mit Somini bezahlt.

1 Euro = 8,6 Somini. SOM

heißt die Währung in Kirgis-

tan. 1 Euro = 73 SOM.

Essen, Verpflegung, Leute:

Das Essen ist gut. Fleisch-

spiesse werden in allen Va-

riationen angeboten. Dazu

gibt´s gegrilltes Gemüse und

Reis. Ein luxuriöses Menü mit

mehreren Gängen und allen

Getränken kostet pro Person

rund fünf Euro. Die Leute sind

gastfreundlich und freuen sich

über jeden Fremden.

Preise allgemein:

Für uns ist

alles billig. Ein Beispiel: Josef

Matzelberger hat einen USB-

Adapter für den Zigarettenan-

zünder an seinem Motorrad

gebraucht. Der Adapter hat 60

Cent gekostet und ist genau

das gleiche Teil, das bei uns ab

rund sieben Euro zu haben ist.

Unterkünfte:

Entlang der

Strecke gibt es viele private

Homestays, in denen nicht nur

günstig übernachtet, sondern

auch gegessen werden kann.

Viele Familien bessern sich so

ihr Budget auf. Vor allem Rad-

fahrer schlafen gerne in diesen

Unterkünften. In den Städten

gibt es Hotels, die aber mit un-

seren nicht vergleichbar sind.

Meist haben sie nur einen gro-

ßen Schlafsaal.

Verkehr:

In den Städten viel

Verkehr. Am Land nimmt der

Verkehr schlagartig ab. Unter-

wegs sind viele alte Autos die

sowohl links- als auch rechts-

gesteuert sind. Außerdem

bevölkern viele Fußgänger

die Straßen. Aufpassen heißt

es in den Kreisverkehren. Da

haben nämlich, anders als bei

uns, die einfahrenden Fahr-

zeuge Vorrang.

Tankstellen:

Gibt es eigent-

lich genug, sind aber nicht

immer als solche zu erken-

nen. Oft wird der Sprit in

Hinterhöfen oder direkt von

Lastwägen herunter in Fla-

schen verkauft. Die Oktan-

zahl variiert zwischen 70 und

90. Sicherheitshalber sollte

an jeder Tankstelle getankt

werden.

Problem mit der Höhe?

Ob-

wohl die Pässe bis zu 4.500

Meter hoch sind und weite

Strecken in über 3.500 Meter

Höhe zurückgelegt werden,

sind die Höhenlagen kein Pro-

blem. „Der Körper gewöhnt

sich relativ rasch daran“, sagt

Josef Matzelsberger.

Beinahe endloses Warten an einer der vielen Grenzstationen ge-

hört zum Tagesablauf.

Riesige LKW aus China donnern quer durch das Land. Und das

ohne jede Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer.

INFO

Sagen wir so:

Ziemlich einfach sind die Unterkünfte.

Fortsetzung von Seite 27

Zwei Österreicher

am Pamier-

Highway. Ganz überraschend

traf Josef Matzelsberger diesen

Radfahrer aus Bad Ischl.