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SOMMERZEIT

Die Magie des Augenblicks

Wer hat nicht auch hin und

wieder das Bedürfnis, dem

Alltag die Luft auszulassen?

Einmal keine Termine, keine

Verpflichtungen oder festge-

legte Rituale. Stattdessen sich

einfach nur treiben lassen.

Nichts tun und den Augenblick

genießen. Wo könnte man das

besser, als am Ufer eines See

und die Faszination des Was-

sers beruhigend auf sich wirken

lassen? Patricia Thurner tut das

gerne. Will sie dem Alltagstrott

entfliehen, zieht es sie ins Salz-

kammergut und sie lässt sich

verzaubern von der Magie des

Augenblicks.

Und weil Patricia Thurner

Journalistin und der Fotoappa-

rat ihr ständiger Begleiter ist, ist

sie auch in Musestunden krea-

tiv. Das ist gut für uns, denn so

können wir in einem Bildband

blättern, dessen stimmungsvol-

len Fotos an den Salzkammer-

gutseen entstanden sind. Damit

wir uns richtig verstehen: „Die

Magie des Augenblicks“ ist kei-

ne Sammlung von Postkarten,

kein Prospekt um Gäste anzu-

locken. Das Buch spiegelt die

ganze Seele der Salzkammer-

gutseen wider. Weil auch die

regnerischen Tage etwas faszi-

nierendes haben und Nebeltage

nicht immer den Blick trüben

müssen.

Zwischen den Bildern finden

sich Kurzgeschichten. Liebe-

volle Erzählungen, Erinnerun-

gen und Momentaufnahmen.

Und so verschmelzen Texte und

Bilder und lassen einem immer

wieder zu diesem Buch greifen.

Die Magie des Augenblicks,

Patricia Thurner, 192 Seiten,

ISBN 978-3-200-04614-6, €

25,-.

www.patriciathurner.at

Strobel und der kalte Krieg

D

er neue Feifar ist da.

Das ist gut so. Weil

genau jetzt suchen wir

unsere Bestseller für den Som-

mer, Unterhaltungslektüre für

Musestunden oder spannende

Abwechslung zum eintönigen

Treiben im Strandbad. Und gibt

es spannendere und unterhalt-

samere Krimis als die von Os-

kar Feifar?

„Maulwurfhatz“

schmeißt

uns zurück in die Provinz und

ins Jahr 1973. In Trasen ermit-

telt Postenkommandant Leo-

pold Strobel und hinter dem ei-

sernen Vorhang brodelt es. Als

dann auch noch eine Frau jen-

seits der Grenze verschwindet,

ein Gendarmerieschüler einen

Genickbruch erleidet und eine

weitere Leiche gefunden wird,

tauchen plötzlich auch Beamte

des Abwehramtes auf. Was den

Strobel besonders verwundert,

weil er bisher nicht ernsthaft

daran geglaubt hat, dass es

dieses Amt überhaupt wirklich

gibt ...

So. Mehr wird jetzt nicht

verraten. Auch deshalb nicht,

weil alle in der Redaktion diese

Rezension lesen und die Fei-

far-Bücher zu unseren internen

Bestsellern zählen. Und wer

will schon wissen, wie ein Kri-

mi ausgeht, bevor er ihn selbst

gelesen hat?

Vielleicht

noch

soviel:

„Maulwurfhatz“ ist der sechs-

te Kriminalroman von Oskar

Feifar. Der ist selbst beim Salz-

burger Landeskriminalamt tätig

und schreibt seit 2012 nebenbei

seine Strobel-Krimis.

Maulwurfhatz,

Oskar Feifar,

Gmeiner-Verlag, 246 Seiten,

ISBN 978-3-8392-1929-4, €

10,30.